Aus acht mach drei: In der Kreisklasse 2 fand am Sonntag nur ein überschaubares Programm statt - allerdings mit Beteiligung des Spitzentrios: Während der Tabellenführer aus Heroldsbach gegen den SV Kleinsendelbach überraschend seine erste Niederlage in dieser Saison kassierte, leistete sich der TSV Ebermannstadt beim 1:1 gegen die SpVgg Effeltrich erneut einen Ausrutscher. Seinen guten Lauf bestätigte dagegen Schlaifhausen beim FC Dormitz.

SpVgg Heroldsbach - SV Kleinsendelbach 0:1
Kaum halbwegs genesen, gleich der Matchwinner: Nach fünfwöchiger Verletzungspause feierte Steffen Staudinger ein Traum-Comeback beim SVK und fügte Heroldsbach mit seinem Treffer zum 1:0-Endstand in der 86. Minute die erste Saisonpleite zu. Anerkennende Worte gab es auch von Daniel Bleisch.
"Man kann ihn nicht komplett ausschalten, er hält und verarbeitet die Bälle sehr gut, im Abschluss hat er eh den gewissen Riecher", sagte der Abteilungsleiter der SpVgg Heroldsbach und sprach damit auch dessen Siegtreffer an. Eine Ecke flog weit in den Strafraum, alle Mann segelten unter dem Ball hindurch. Staudinger lauerte aber am langen Pfosten und schob den Ball zum 1:0 in die Maschen. Noch ist der 31-Jährige aber nicht über 90 Minuten belastbar, nach einem Einsatz über die ersten 30 Minuten kam er erst in der letzten halben Stunde wieder zurück.
Das Spiel hätte dabei aber jeden erdenklichen Verlauf nehmen können: Kleinsendelbach erwischte den besseren Start, war körperlich und spielerisch präsenter, während Heroldsbach zunächst mit langen Bällen operierte. Nach torloser erster Halbzeit sollte sich aber ein richtig flotter Kick entwickeln, mit dem 0:0 wollte sich keine Mannschaft abfinden. "Beide Teams haben die Offensive gesucht, da war alles möglich", so Bleisch. Chancen gab es auf beiden Seiten. Letztlich sollte aber die Klasse von Staudinger den Unterschied ausmachen. Trotz der ersten Pleite ist bei Heroldsbach aber keineswegs Trübsalblasen angesagt. "Irgendwann erwischt es jeden einmal", sagte Bleisch: "Wir haben es zwar nicht geschafft, unsere weiße Weste mit in die Winterpause zu nehmen. Wenn wir aber an die bisherigen Leistungen anknüpfen, sehe ich keinen Grund, warum wir an uns zweifeln müssten."

TSV Ebermannstadt -SpVgg Effeltrich 1:1
0:0 gegen Poxdorf, nun schon wieder eine Punkteteilung: Im Endspurt vor der Winterpause geht dem TSV Ebermannstadt offensichtlich etwas die Luft aus, zumindest stimmen die Ergebnisse nicht mehr. Spielerisch war der Beck-Truppe aber kein Vorwurf zu machen, sie versuchte alles. Es zeigte sich aber mal wieder: Einen richtigen Torjäger hat der TSV nicht in seinen Reihen. "Wir können unsere spielerischen Vorteile aktuell nicht in Tore ummünzen, das ist unser größtes Manko", sagte TSV-Abteilungsleiter Stefan Nützel. Der erste Knackpunkt im Spiel war die Szene in der 52. Minute, als Peter Götz aus guter Position den Ball über das Tor setzte (52.), Effeltrich im Gegenzug einen Konter sauber ausspielte und durch Andreas Drude die 1:0-Führung markierte (53.). Effeltrich erwies sich über die gesamte Dauer als ein unangenehmer Gegner, tief stehend, aber schnell umschaltend, wenn es denn sein musste. Trotzdem hätte der TSV das Spiel noch zu einem positiven Ende wenden können. Beim Ausgleich war aber auch jede Menge Dusel dabei: Vermutlich suchte Tobias Ziegler mit seiner Hereingabe einen Mitspieler, weil ihm der Ball aber über den Schlappen rutschte, sah in der Folge auch der SpVgg-Keeper unglücklich aus - 1:1 (74.). Fünf Minuten später entschied der Schiedsrichter auf Foulelfmeter für den TSV. Patrick Hutzler, der schon drei Strafstöße in dieser Saison verwandelt hatte, schnappte sich auch jetzt den Ball. Langsam anlaufend, teils verzögernd, wollte er Harald Wolf im SpVgg-Tor zu einer Reaktion zwingen. Der blieb aber einfach ruhig stehen, irritierte so offensichtlich den Schützen - und parierte den letztlich recht schwach geschossenen Elfmeter. Nützel: "Unter dem Strich hat es nicht zu mehr gereicht, das müssen wir akzeptieren. Obwohl es uns schon wurmt, gerade deshalb, weil Heroldsbach verloren hat."

FC Dormitz -DJK-FC Schlaifhausen 0:1
Roland Prokopy haderte mit allem, besonders aber mit dem Fußball-Gott. "Das kann nicht sein, das kann doch einfach nicht sein", sagte der Abteilungsleiter des FC Dormitz nach dem aus seiner Sicht höchst unverdienten Sieg der Gäste. "Wir sind 80 Minuten das bessere Team, mit der ersten Chance trifft Schlaifhausen dann zum Sieg", sagte Prokopy und sprach die Szene in der 81. Minute an, als Daniel Kremer einen Verteidiger narrte, in den Strafraum eindrang und eiskalt ins lange Eck einnetzte. Dabei hätte nach 50 Sekunden schon der FC führen können, der einschussbereite Christian Bierbaum wurde aber im letzten Moment noch gestört. Pech hatten die Hausherren auch in der 65. Minute, als ein 25-Meter-Kracher von Patrik Misalla an die Unterkante der Latte prallte. Ob der Ball drin war? "Das war schwer zu sehen, ich denke nicht", so Prokopy. Schließlich sollte Kremer zur Szene des Tages ansetzen und dem Tabellen-Vorletzten einen weiteren Nackenschlag zufügen. "Uns fehlt das Glück, hoffentlich kommt es bis zum nächsten Sonntag zurück", sagte Prokopy mit Verweis auf das Kellerduell gegen den SV Hetzles.