Absperrgitter, Sicherheitspersonal, Abstandsregelungen - der Besuch im Königsbad wird dieses Jahr völlig anders ablaufen als gewohnt. Doch die gute Nachricht in Zeiten von Corona ist zunächst, dass es nach dem gescheiterten Versuch vor zwei Wochen nun überhaupt öffnet. Und zwar ab dem kommenden Montag. Der Fränkische Tag hat mit Bäderchef Walter Mirschberger, Betriebsleiter Christian Lenkl und Marketingleiter Peter Lutz die wichtigsten Fragen geklärt. 1

Wieviele Personen dürfen maximal ins Königsbad?

Christian Lenkl: Es dürfen sich maximal 800 Besucher gleichzeitig im Königsbad aufhalten, danach erfolgt ein Einlass-Stopp. An der Kasse werden die Zu- und Abgänge gezählt sowie die Kundendaten erfasst. Walter Mirschberger: Wir haben eine Liegefläche von 20 000 Quadratmeter, so dass nach den vorgegebenen Abstandsbestimmungen 1333 Besucher erlaubt wären. Wir wollen diese Grenze aber nicht unnötig ausschöpfen und haben die erlaubte Besucherzahl deshalb verringert. Diese muss im laufenden Betrieb ohnehin ständig beobachtet und gegebenenfalls korrigiert werden. 2

Was gilt es am Eingang zu beachten und haben sich die Preise geändert?

Lenkl: Es gibt für alle Besucher ausschließlich einen Eingang an der Sommerkasse rechts vom Parkplatz. Hier haben wir die entsprechenden Abstandsmarkierungen am Boden sowie Händedesinfektionsmittel vor der Kasse und eine Flächendesinfektionsstation für Kinderwägen und Liegen nach der Kasse. Der Sicherheitsdienst "Pato Concept" kontrolliert die Einhaltung der Hygieneregeln wie das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im Wartebereich und zählt die Besucher. Wartende sind durch zehn aufgestellte Sonnenschirme geschützt. Die Hauptkasse im Hallenbadbereich ist nicht geöffnet. Über das Lieferantentor im Bereich der Sommerkasse kann man das Freibad wieder verlassen. Mirschberger: Die Preise haben wir reduziert aufgrund der Einschränkungen im Badebetrieb - das Hallenbad bleibt geschlossen und sämtliche Attraktionen außer Betrieb. Erwachsene zahlen vier Euro, Kinder und Jugendliche zwei Euro. Kinder unter 14 Jahre dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Person rein. Die Öffnungszeiten haben sich ebenfalls geändert, täglich von 9.30 bis 19 Uhr. 3

Niemand möchte den Weg ins Königsbad umsonst antreten und wegen des Einlass-Stopps vor verschlossenen Türen stehen. Wie erfährt man, ob die maximale Besucherzahl bereits erreicht ist?

Peter Lutz: Wir haben ein Info-Telefon eingerichtet, das ständig besetzt ist. Unter Tel. 09191/ 3415660 kann jederzeit der aktuelle Besucherstand erfragt werden. Wir überlegen außerdem, die aktuelle Besucherzahl auf unserer Homepage oder über soziale Medien zu veröffentlichen. 4

Welche Regeln gelten im Bereich der Liegewiese?

Lenkl: Hier gilt keine Maskenpflicht. Es ist alles frei begehbar. Es gibt keine Abstandskennzeichnungen. Zwei Sicherheitsleute kontrollieren aber die Einhaltung der geforderten Abstandsregelungen. Auf den Spielplätzen gelten die gleichen Regelungen wie auf herkömmlichen Spielplätzen. Hier sind die Eltern verantwortlich. Der Sicherheitsdienst ist aber auch hier vor Ort. Die Trampoline bleiben geschlossen. 5

Was ist beim Toilettengang und am Kiosk zu beachten?

Lenkl: Hier muss jeweils ein Mund-Nasen-Schutz getragen und Abstand gehalten werden. Wir haben einen zusätzlichen Toilettencontainer aufgestellt, so dass für Frauen und Männer insgesamt jeweils vier Kabinen zur Verfügung stehen. Diese werden ständig gereinigt, was für den Besucher am ausgehängten Reinigungsprotokoll ersichtlich sein wird. Desinfektionsmittel steht überall bereit. Eine Behinderten-Toilette inklusive Umkleide steht im Innenbereich zur Verfügung. Hierzu einfach ans Personal wenden. 6

Wo kann ich mich im Königsbad umziehen?

Lenkl: In den sechs Umkleideschnecken im Außenbereich. Umkleiden, Duschen und Spinde im Innenbereich sind bis auf weiteres gesperrt. 7

Was muss ich beachten, wenn ich ins Becken möchte?

Lenkl: Es gibt jeweils nur einen Zu- und Ausgang zu den Schwimmbecken wie in einer Einbahnstraße. Eine Sicherheitsfachkraft steht direkt vor dem Beckenbereich und kontrolliert den Zutritt. Vor dem Betreten der Becken muss geduscht werden, ohne Shampoo und Duschgel, sowie Hände an der dort aufgestellten Desinfektionsstation desinfiziert werden. Am Beckenrand darf man sich nicht aufhalten. Es gibt keine Liege- und Sitzgelegenheiten. 8

Wieviele Personen dürfen maximal in die Becken?

Lenkl: Im Schwimmerbecken sind maximal 93 Personen erlaubt, im Erlebnisbecken 73 sowie im Nichtschwimmerbecken 50. An jedem Becken steht eine Sicherheitskraft zur Kontrolle und zum Zählen der Badegäste. Sprudelliegen, Wasserstrudel und Fontänen sind außer Betrieb. 9

Was ist im Wasserspielplatz für Kinder erlaubt?

Lenkl: Hier gibt es vorerst keine Begrenzung. Denn hier gelten die gleichen Regeln wie auf allen anderen Spielplätzen. Die Abstandsregelungen müssen natürlich eingehalten werden. Unser Sicherheitsdienst beobachtet und kontrolliert ständig. Hier werden die Attraktionen ganz bewusst angelassen und laufen gleichzeitig, um die Kinder möglichst voneinander zu entzerren. 10

Dürfen Vereine und Schulen das Freibad nutzen?

Lenkl: Abnahme von Schwimmabzeichen und Kinderschwimmkurse finden derzeit nicht statt. Ebenso Schulschwimmen, Frühschwimmen und VHS-Kurse. Vereinsschwimmen findet aktuell nicht zur normalen Öffnungszeit statt. 11

Was ist mit Besitzern von Jahreskarten?

Mirschberger: Diese sind aktuell nicht gültig. Die Besitzer werden demnächst über das weitere Vorgehen informiert. Wann öffnen die Freibäder im Landkreis? Egloffstein Das Freibad in Egloffstein bleibt vorerst geschlossen. "Wir warten den Juni noch ab", informiert Bürgermeister Stefan Förtsch. Sollten sich doch noch weitere Lockerungen ergeben und die Auflagen nicht mehr so hoch sein, öffnet das Freibad eventuell zu den Sommerferien hin. Neunkirchen am Brand Das Freibad in Neunkirchen wird öffnen, voraussichtlich ab 15. oder 22. Juni. "Wir müssen noch genau abklären, wie wir es personell stemmen können und wieviele Leute gleichzeitig rein dürfen", erklärt Bürgermeister Martin Walz auf telefonische Nachfrage.

Streitberg "Wir würden liebend gerne aufmachen", sagt Streitbergs Bürgermeister Marco Trautner. Eine endgültige Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. "Bis zum 8. Juni schaffen wir es nicht, darüber hinaus machen wir uns Gedanken", so Trautner. Es müsse zunächst noch ein genaues Hygienekonzept und der personelle Aufwand erarbeitet werden. Auf der vorderen Liegefläche könnten voraussichtlich 70 Badegäste Platz haben, auf der hinteren circa 20. Die Entscheidung über eine mögliche Öffnung wird gemeinsam im Gemeinderat getroffen.

Gräfenberg Auch hier steht noch nicht fest, ob das Freibad öffnet oder nicht. Die konkreten Vorgaben müssten laut Bürgermeister Ralf Kunzmann zunächst noch geklärt werden. Ein konkreter Öffnungstermin kann deshalb noch nicht genannt werden. "Eine weitreichende Entscheidung in dieser Ausnahmesituation muss gut überlegt sein", so Kunzmann. Interessierte Helfer können sich unter Tel. 09192/7090 melden.

Gößweinstein Das Naturbad bleibt dieses Jahr nach Informationen