Ein Gottesdienst für alle Verliebten. Das hat es in Hausen noch nie gegeben. Der ganze Pfarreienverbund Hausen/Heroldsbach war eingeladen, gemeinsam mit Pfarrer Klaus Weigand und Diakon Andreas Eberhorn am Vorabend des Valentinstages einen "Paar- und Segnungsgottesdienst" zu feiern.

Über 150 Paare - nicht nur aus den Gemeinden Hausen und Heroldsbach - folgten der Einladung. Wie Peter Gügel (69 Jahre) und seine Frau Agnes (67) aus Wimmelbach. "Wir haben so einen Gottesdienst noch nicht mitgemacht, es ist ganz toll", finden beide. Vor allem, weil alle Paare gemeinsam feierten, egal ob verheiratet oder nicht. Jedes Paar erhielt einzeln von Diakon Andreas Eberhorn oder Pfarrer Klaus Weigand den Segen. Dazu gab es sogar ein kleines Valentinstagspräsent.

Danach kamen vom Geistlichen die Worte, die man eigentlich nur bei einer Trauung zu hören bekommt: "Sie dürfen sich jetzt küssen!". Die Kirchenband "Bassd scho" aus Heroldsbach begleitete die Messe musikalisch. Sie hatte eine passende Musikauswahl gewählt.

"Besser als meine", lobte Pfarrer Weigand nach dem Abschlusslied von Rainhard Fendrich "Weilst a Herz hast wia a Bergwerk".

Dafür bekam Weigand viel Lob für seine Predigt. Er verglich das Zusammenleben mit einer Jakobsmuschel: "Die beiden Muschelhälften passen nie ganz zusammen, es hakt immer an ein paar Ecken. Das ist gut so, denn jeder soll seine eigene Persönlichkeit behalten.

Die Ecken, an denen es nicht so ganz zusammenpasst, umschließt Gott mit seiner Liebe", so der Geistliche.