"Sus scrofa", das im Wald lebende Schwarzwild, ist eher unter der Bezeichnung Wildschwein bekannt. Aber auch bei den Menschen gibt es hin und wieder Exemplare, die es mit ihrem Verhalten in der freien Natur nicht ganz so genau nehmen und daher auch dem Begriff Wildschwein sehr nahe kommen.
Nur so ist zu erklären, weshalb Müllsammelaktionen überall immer wieder nötig und von Ehrenamtlichen durchgeführt werden, in Pretzfeld jetzt von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Bund Naturschutzes (BN). Und was sich da plötzlich in den Plastiksäcken wiederfand: Von Autoreifen und den dazugehörigen Felgen über einen Maschendrahtzaun bis hin zu Kondomen, einem positiven Schwangerschaftstest und bezeichnenderweise Windeln war alles an Unrat vertreten, was man sich normalerweise so in der Natur nicht vorstellen mag.
Der Feuerwehrvorsitzende Thomas Glas, Bürgermeisterin Rose Stark und 20 weitere freiwillige Helfer leisteten rund
um Pretzfeld ganze Arbeit, denn sie brachten es auf 35 prall gefüllte Müllsäcke. Gudrun Richter-Vogel, Vorsitzende der BN-Ortsgruppe, meinte, "diese Aktion hat sich in jedem Fall gelohnt". Das soll jedoch nicht bedeuten, dass künftig die private Müllentsorgung in der Natur noch hemmungsloser erledigt werden kann.