Polizei ermittelt nach Absturz am Walberla

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Augenzeugen haben den Zusammenstoß von zwei Gleitschirmfliegern am Montagabend am Walberla hautnah erlebt. Die Vereinskollegen des tödlich verunglückten Bambergers sind betroffen.

Mit dem Tod eines 55-jährigen Gleitschirmpiloten aus Bamberg endete der Auftakt zur diesjährigen Fliegersaison auf dem "Walberla" tragisch. "Es war ein sensationeller und verführerischer Tag zum Fliegen", erzählt Jörg Völker, der den Zusammenstoß der beiden Unfallpiloten beobachtet hat. Am Abend hätte sich rund um die Ehrenbürg der Wind gelegt und die Sonne strahlte am Horizont.

 

Der 50-jährige Hobbypilot war zu diesem Zeitpunkt schon wieder am Boden. "Meine Konzentration hat langsam nachgelassen, deshalb hatte ich mich entschieden, wieder zu landen", erinnert sich Völker. Plötzlich habe er einen Schrei gehört, dann sei es zur Kollision in der Luft gekommen.

 

"Ein Zusammenstoß ist das Blödeste, was beim Fliegen passieren kann", betont Völker weiter. Den Absturz der beiden Piloten musste Völker mit eigenen Augen miterleben. Beide hätten nach dem Zusammenprall ihre Flugbahn verloren. Obwohl sich ein Schirm noch frei machen und zu einer Gegenbewegungen ausholen konnte, stürzten die zwei Gleitschirmflieger ab. Die Bruchlandung des 47-jährigen Piloten aus dem Landkreis Bayreuth sei glücklicherweise im steilen Gelände passiert, so dass der Aufprall - ähnlich wie bei einem Skispringer - nicht so stark ausgefallen ist. Wie durch ein Wunder erlitt er nur leichte Verletzungen. Schlimm verlief der Absturz dagegen für den 55-jährigen Familienvater aus Bamberg.

 

"Dieser Pilot ist vermutlich mit dem Kopf auf einem Stein gelandet", berichtet Völker spürbar bewegt. Die Bergwacht Forchheim hat das "Kriseninterventionsteam" von der Bergwacht alarmiert, um den Unfallzeugen zur Seite stehen zu können. "Gestern haben bereits die ersten Gespräche mit den Unfallzeugen begonnen", bestätigt Hildegund Haas, Vorsitzende der Bergwacht Forchheim.

 

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden die beiden Gleitschirme und die Ausrüstung der Verunglückten sichergestellt. Die Kriminalpolizei Bamberg ermittelt mit Unterstützung eines speziell für Flugunfälle ausgebildeten Polizeibeamten.