Ingenieur Frank Schönfelder vom Planungsbüro Strunz aus Bamberg erläuterte im Pinzberger Gemeinderat noch einmal im Detail Fragen zum Bebauungsplan Krossensee. Aufgrund eines zusätzlichen Bauplatzes musste für das Gebiet Krossensee eine zusätzliche Ausgleichsfläche von 370 Quadratmetern eingearbeitet werden. Die überarbeiteten Pläne werden jetzt ausgelegt.


Hohes Verkehrsaufkommen


Umfangreicher und konträrer verlief die Aufstellung des Bebauungsplans Pfaffenäcker mit integriertem Grünordnungsplan. Das Gebiet befindet sich am Rande von Gosberg an der Staatsstraße Richtung Wiesenthau und wurde noch um zwei Bauplätze erweitert. Auf der linken Seite, nördlich der Straße zum Bahndamm hin, ist ein Gewerbegebiet vorgesehen, rechts zwischen Beck und bestehender Siedlung ein erweitertes Wohngebiet.
Vielfältig diskutierten die Räte, ob Lärmschutzwände oder -wälle notwendig oder möglich sind. Wesentlicher Faktor ist das extrem hohe Verkehrsaufkommen auf der Staatsstraße, die zulässigen Lärmschutzwerte werden deutlich überschritten.

Im Gewerbegebiet selbst sind nur Betriebsleiterwohnungen vorgesehen. Alfons Eger (Die Chance) schlug vor, die geplante Umgehungstraße und deren Auswirkungen für Gosberg abzuwarten. Der Gemeinderat beschloss bei einer Gegenstimme den geänderten Geltungsbereich, billigte den Vorentwurf und fasste den Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit.

Ohne weitere Kommentierung nahm das Gremium zudem den Flächennutzungs- und Landschaftsplan der Gemeinde Poxdorf zur Kenntnis.


Bedarf für zweite Krippengruppe


Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU) informierte anschließend über den Fortgang der geplanten Erweiterung der Kinderkrippe in Pinzberg. Bei einer Zusammenkunft am 17. November sei der Bedarf einer zweiten Gruppe in der Krippe festgestellt worden. Daher soll die Kindertagesstätte um rund 120 bis 150 Quadratmeter erweitert werden. Im Anbau sollen ein Gruppen- und Kreativraum, Toiletten mit Wickeltisch und Dusche sowie ein Essbereich für 13 Kinder untergebracht werden. Dazu kommen eine Garderobe für die Eltern, eine Schmutzzone im Eingangsbereich, ein Schlafraum, ein Lager und ein Behinderten-WC.

Für die Regelkinder sind die vorhandenen zwei Gruppenräume ausreichend. Notfalls gibt es eine Ausweichmöglichkeit im Schulgebäude. Dazu soll es getrennte Eingänge für Krippe und Regelgruppen geben. Generell wird die Planung so angelegt, dass künftigen Erweiterungen nichts im Wege steht.

Am 8. Dezember findet nun ein Gespräch mit der Regierung von Oberfranken statt, bei dem die weiteren Weichen gestellt werden sollen.


Nachträglich abgesegnet


Größere Diskussionen gab es auch um die nachträgliche Genehmigung für die Errichtung eines privaten Nebengebäudes in Gosberg. Dies betraf weniger die Planung im Außenbereich als vielmehr die Tatsache, dass der Plan des rund 40 Quadratmeter großen Gebäudes erst im Nachhinein eingereicht wurde. Die Gemeindevertreter segneten das Projekt letztlich bei drei Gegenstimmen ab.

Glatt durchgewinkt hat der Gemeinderat einen Antrag der Feuerwehren von Gosberg und Pinzberg auf Kauf von 28 Jacken. Das Stück kostet 477,80 Euro, was sich auf 13 378 Euro summiert.


Zuschuss für Theaterbühne


Offene Ohren fand auch ein Antrag der Winters, die eine neue Theaterbühne für 9500 Euro anschafft und einen Zuschuss von 1000 Euro erhält.

Bessere Sicht sollen die Einwohner der Straße Am Hirtenbach bekommen. Ein neuer Spiegel soll helfen. Kostenpunkt: 1200 Euro.

Zum Schluss kam nochmals mächtig Stimmung auf. Bürgermeister Seeber zeigte sich äußerst ungehalten über einen Leserbrief von Gemeinderat Alfons Eger. Dieser hatte eine Veranstaltung der Befürworter der Ostspange eine "verlogene Veranstaltung" genannt. Seeber, der die übrigen Gemeinderäte augenscheinlich auf seiner Seite hatte, betonte, jeder habe dort am Ende der Ausführungen ausführlich mit allen Verantwortlichen diskutieren können. Eger hatte dies nicht wahrgenommen und stattdessen bemängelt, dass ihm dafür nicht das Mikrofon zur Verfügung gestellt wurde.