Dörfer bedeuten Heimat. Sie sind Orte, in denen Menschen wohnen, leben und feiern. Damit speziell Pautzfeld auch in Zukunft ein lebens- und liebenswerter Ort bleibt, wird hier demnächst einiges passieren.

Das Amt für Ländliche Entwicklung in Oberfranken (ALE) gibt einen großzügigen Zuschuss zur Dorferneuerung. Damit sollen Weiher, Gemeindehaus und auch die Randbereiche der Kreisstraße saniert und neu gestaltet werden. Bürgermeister Torsten Gunselmann (FWG) und sein Gemeinderat hatten aus diesem Grund alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung in das Sportlerheim Pautzfeld eingeladen. Dort sollten die Besucher über die konkreten Planungen in Kenntnis gesetzt werden.

"Fragen Sie Ihren Bürgermeister, wann gebaut wird. Ich habe das Geld schon in der Tasche", sagte Rainer Albart vom ALE. Mit diesen Worten übergab er den Planungsordner für die Ortsdurchgangsstraße an Gunselmann.


In schlechtem Zustand

Die Gestaltung der Straße, die durch Pautzfeld führt und noch in diesem Jahr vom Landkreis Forchheim saniert wird, war eines der drei großen Projekte, die sich die Pautzfelder für die Dorferneuerung vorgenommen haben.

Bevor allerdings die Straße in Ordnung gebracht werden wird, sollten die unter ihr befindlichen Kanäle saniert werden. Während die meisten der Mischkanäle, in denen sowohl Abwasser als auch Regenwasser in die Kläranlage fließt, nur Schäden aufweisen, die sich partiell und von innen sanieren lassen, sind viele der alten Regenwasserkanäle in einem sehr schlechten Zustand. Das erklärte Udo Weber vom zuständigen Planungsbüro Kittner und Weber.

Aus eigener Kasse

Schon bei der Befahrung durch die Kameras, mit deren Hilfe der Zustand der Kanäle festgestellt werden sollte, gab es große Probleme. Die 250 000 Euro, die für die Sanierung der Mischwasserkanäle fällig sind, müssen von der Gemeinde selbst aufgebracht werden. Zuschüsse vom ALE gibt es in diesem Fall nicht. "Dort, wo wir gestalterisch tätig werden, gibt es Zuschüsse", erklärte Albart. Das betrifft vor allen Dingen den Randbereich der Straße, wie Bürgersteig und Grünflächen.

Erst wenn die Sanierung der Kreisstraße abgeschlossen und alle dabei angefallenen Kosten bekannt sind, könne die Gemeinde diese entsprechend umlegen. Als Ingenieurin Erika Stubenrauch die Planungen rund um die Ortsdurchgangsstraße vorstellte, fragten einige Bürger nach und ließen sich die Pläne detailliert erklären: Künftig soll beispielsweise die Bushaltestelle in Richtung Hallerndorf etwa beim Kriegerdenkmal untergebracht sein, weil auf diesem geraden Straßenabschnitt mehr Platz vorhanden ist. Entlang der gesamten Straße ist - wie sich das die Bürger gewünscht hatten - ein einseitiger Gehweg vorgesehen.

Anschließend stellte Architekt Stephan Gleisner die Pläne für die künftige Gestaltung rund um den Dorfweiher vor. Dieser soll mit Sitzstufen und einem flachen Zugang von der Südseite aus gestaltet werden.
Niedrige Poller und Bänke rund um den Weiher sollen künftig dafür sorgen, dass hier keine Autos mehr parken. Auch rund um die Kirche sollen Pflaster und Rasen den bisherigen Asphalt ersetzen. Um den Auslauf des Weihers ebenfalls optisch ansprechend zu gestalten, soll hier ein Steg über den Weiher führen und einen Blickpunkt über das Wasser bieten.

"Das gefällt mir gut", lobte ein Bürger: "Aber wo stelle ich künftig mein Auto hin?" "Wir können den Ortskern nicht größer machen, als er ist", wandte Gleisner ein. Das Ziel des Arbeitskreises sei es ja gewesen, den parkenden Verkehr rund um den Weiher fernzuhalten. "Dorferneuerung ist kein Parkplatzbeschaffungsprogramm", erklärte Albart dazu. Damit die Schönheit des Dorfbildes erhalten bleibt, müsse das historische Ensemble rund um Kirche, Weiher und Gemeindehaus entsprechend gestaltet werden.