Was wäre eine fränkische Kerwa ohne die traditionellen Kerwas-Bräuche? In Oberweilersbach hält man an diesen jedenfalls bis heute daran fest. Da waren die Kerwasburschen und die Jugend, so wie es sich gehört, in einer richtigen Feierlaune. Unterstützt von dem Festwirtsehepaar Sandra und Matthias Reichelt, die dieses Brauchtum mit fördern.

An diesen Tagen setzt sich sogar der musikalische Wirt "Matthes" selbst an sein Schlagzeug und spielt bei bei der Gruppe "Tabasco" mit, die ebenso für eine richtige Kirchweihstimmung sorgte wie der "Hansi aus der Oberpfalz" oder der "Solo Entertainer Christian Schmidt". "Die Kerwa is kumma, die Kerwa is do" war am Kirchweihsamstag schon von weitem zu hören, als die Weilersbacher Musikanten mit Dirigent Benedikt Seiler den Baum einspielten.

Über zwanzig Meter war er schon lang, an dessen Ende, der Baumkrone, die Kerwasburschen winkten und jubelten. Auch Vizebürgermeister Marco Friepes (CSU) machte mit und zog ihn mit seinem Oldtimer-Traktor durch Oberweilersbach bis zum Platz vor dem Festlokal Hubert-Reichelt, wo er schließlich mit einem kräftigen Hauruck aufgestellt wurde. Da flossen bei der sommerlichen Hitze dann so manche Schweißperlen bis der Baum stand und seine bunten Bänder im Wind flatterten. Eine frische Maß hatten sich dann alle redlich verdient. Natürlich fehlt am Kirchweihmontag das beliebte "Betzenaustanzen" mit der Weilersbacher Blaskapelle nicht. Der beginnt um 19 Uhr im Hof des Festlokals, bevor die Oberweilersbacher Kerwa mit einem Blasmusikabend der Weilersbacher Musiker ausklingt.

Bilder: Baum-Einziehen durch Oberweilersbach zum Platz vor dem Festlokal

Hubert-Reichelt