Die Gräfenbergbahn soll bis 2029 modernisiert werden. Wie berichtet, stehen insbesondere für die teils in die Jahre gekommene regionale Schieneninfrastruktur in Bayern weitere 436 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem zusätzlichen Geld des Bundes soll der Nahverkehr ausgebaut werden mit besseren Verbindungen zwischen Stadt und Land sowie in den Ballungsräumen.

Versäumtes nachholen

Sebastian Körber aus Forchheim, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, zeigt sich erleichtert: "Die regionale Schieneninfrastruktur wurde seit Jahren auf Verschleiß gefahren und die eigenen Ansprüche der Staatsregierung in puncto Elektrifizierung, Reaktivierung und Barrierefreiheit immer weiter aufgeschoben. So freut es mich umso mehr, dass nun endlich versucht wird, diese Versäumnisse nachzuholen." Insbesondere sei die Generalsanierung, Elektrifizierung und Ausbau der Gräfenbergbahn dringend geboten. "Mit der Petition vom 21. Februar 2019 wurde mit über 5600 Unterschriften bereits ein entsprechendes Gesuch eingereicht, das ich im Ausschuss für Wohnen, Bau und Verkehr unterstützt habe", teilt Körber mit.

Von einer Elektrifizierung der Strecke ist dem Vernehmen nach derzeit nicht die Rede. Vielmehr sollen die Technik erneuert und die Zahl der kleinen Bahnübergänge reduziert werden. Auch die Grünen im Landkreis Forchheim freuen sich über die Zusagen für die Gräfenbergbahn. Die stellvertretende Forchheimer Landrätin Barbara Poneleit betont: "Seit Jahren setzen wir uns für Gräfenbergbahn ein. Wir freuen uns, dass sich jetzt endlich eine positive Lösung abzeichnet."

Der Grünen-Kreisrat und Stadtrat Matthias Striebich, der sich bereits seit Anfang der 1990er Jahre für die Zugstrecke einsetzt und vor knapp zwei Jahre eine Petition für die Gräfenbergbahn initiiert hat, ergänzt: "Wir wollen einen Ausbau der Gräfenbergbahn nach dem Vorbild zum Beispiel der Schönbuchbahn in Baden-Württemberg, die mit der Gräfenbergbahn vergleichbar ist und vor Kurzem intensiv für einen dichten Takt ausgebaut und elektrifiziert worden ist."

Auch der Landtagsabgeordnete Sebastian Körber hofft: "Die Weiterentwicklung der Gräfenbergbahn ist ein wichtiges Zeichen für die Region und wird dafür sorgen, das prosperierende Umland stärker an die Großstadt anzubinden."