Dass der Wettergott voraussichtlich ein Kersbacher sein muss, könnte man bei dem strahlenden Sonnenschein sicherlich meinen, an welchem die Kersbacher Kirchweih am Samstagnachmittag mit dem Aufstellen des Kirchweihbaumes offiziell eröffnet wurde.

Eine 31 Meter lange Fichte holten die Kirchweihburschen aus dem Wald und brachten ihn in den Forchheimer Stadtteil, wo er dann unmittelbar neben dem Gotteshaus St. Johannes und St. Ottilie sichtbar im Mittelpunkt des alten Ortes steht. Wie von den Burschen zu hören war, stellte sich die Fällung nicht ganz einfach dar, aber wichtig für sie: "Wir haben nun einen Baum in Kersbach."

Zum Jubiläum 1000 Jahre Kersbach/600 Jahre Pfarrei war eine stattliche Anzahl von Altburschen dabei, die vor 20, 25 oder mehr Jahren schon diesen schönen Brauch pflegten. Mit Blasmusik wurde der Baum durch das Dorf gefahren und eine weitere Besonderheit war, dass die E7-Fußballjunioren just an diesem Tag Meister in ihrer Klasse waren. So waren sie alle mit Transparent und in einheitlichen Shirts mit ihrem Meistertrainer Marco Hermenau gekommen, um den Kirchweihzug zu begleiten. Manche Kurve im Dorf musste dann genommen werden und Traktorfahrer, Begleiter und Burschen schafften es, den Baum an seinen Platz zu manövrieren. Die Kinder durften die Baumkrone dann mit bunten Bändern schmücken.

Dann ging es an die Arbeit und der Baum wurde in die Höhe gehoben, mit viel Hauruck und unter Anfeuerung der vielen Zuschauer und immer wieder von den Kirchweihliedern der Alten und Jungen. Die Alten und Jungen schoben gemeinsam an den Schwalben (so nennt man die Stangen zum Baumaufstellen).

Auch der Kirchweihgottesdienst mit Pfarrer Martin Emge war sehr gut besucht. Emge ging in seiner Predigt darauf ein, das wohl das Wichtigste für Christen sei, zu beten. Gleich wo, es könne immer und überall sein.