Eigentlich hätte der Skulpturenweg rund um das Walberla zwischen Kirchehrenbach und Schlaifhausen schon heuer Realität werden sollen. Doch dann kam Corona und machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. 2021 soll er aber verwirklicht werden. Einstimmig beschloss der Gemeinderat Kirchehrenbach daher während seiner Sitzung, dem Antrag des Kunst- und Kulturvereins Kirchehrenbach ( "Ku-Ku-Ki") stattzugeben und das Vorhaben mit 3000 Euro zu unterstützen. Auch die Gemeinde Wiesenthau soll sich in gleicher Höhe daran beteiligen. Corona-bedingt mussten alle weiteren Veranstaltungen des Kunst- und Kulturvereins Kirchehrenbach dieses Jahr ausfallen, weshalb dem Verein nun Einnahmen weggebrochen sind, um das Projekt Skulpturenweg am Walberla zu finanzieren. Nach der Konzeptvorstellung durch den Kirchehrenbacher Künstler Georg Neutzner wurde nun bekannt, dass sich bereits über 50 Künstler für die Schaffung der zehn Stelen beworben haben.

Gemeinde stellt Grund

Die Kunstwerke sollen zwischen dem "Steiner Gässel" in Kirchehrenbach bis zum Ortseingang von Schlaifhausen aufgestellt werden. Sechs dieser Kunstwerke sollen dann auf der Flur von Kirchehrenbach stehen. Dafür stellt die Gemeinde Kirchehrenbach kostenlos den Grund zur Verfügung, wie Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) erklärte. Die Reaktionen auf den Skulpturenweg seien durchweg positiv, sagte Gebhardt. Wie Neutzner erklärte, sind die überregional bekannten Kirchehrenbacher Künstler - der Bildhauer Erich Müller und Guido Häfner, der durch seine archaischen Darstellungen Bekanntheit erlangte - eingeladen, sich zu beteiligen. Wünschenswert sei auch die Beteiligung eines Kulturschaffenden aus der niedersächsischen Partnergemeinde Hassel.

Aufs Landschaftsbild achten

Höher als vier Meter dürfen die einzelnen Kunstwerke aber nicht werden, um das Landschaftsbild nicht zu beeinträchtigen und zum Beispiel den Blick auf die Vexierkapelle Reifenberg nicht zu verstellen. Laut dem Kulturvereinsvorsitzenden Fritz Sponsel wird die Bewerbungsfrist für die Künstler nun bis zum Frühjahr 2021 verlängert. Die Kunstwerke müssen aber einen Bezug zum Walberla haben, wie aus Sponsels schriftlicher Stellungnahme hervorgeht. Danach werde eine unabhängige Jury entscheiden, welche Vorschläge zur Ausführung kommen. Auch der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (FW) aus Pinzberg und der Forchheimer CSU-Landtagsabgeordnete Michael Hofmann hatten sich für das Projekt starkgemacht und aus Mitteln des Bayerischen Kulturfonds einen Zuschuss in Höhe von 19.200 Euro erwirkt. Weitere 10.000 Euro kommen von der Oberfrankenstiftung, 10.800 Euro von der Sparkassenstiftung Forchheim, 4000 Euro vom Landkreis Forchheim, 3500 Euro aus den Erlösen des Katalogverkaufs. 6400 Euro sind Eigenmittel des Kulturvereins. Neutzner selbst hat verschiedene Linoldrucke hergestellt, die er dem Verein zum Verkauf kostenlos zur Verfügung stellte. Die Linolschnitt-Originale sind für 30 Euro pro Stück im Gasthaus Sponsel erhältlich. Mit dem Erlös wird das Projekt ebenfalls unterstützt.