"Kunreuth - hier lässt sich's leben", diesen Slogan gibt es in Kunreuth seit etwa 2008. Der damalige Bürgermeister und heutige Landrat Hermann Ulm (CSU) hatte damals die Initiative zu einem gleichnamigen Arbeitskreis ergriffen. Das lebendige, lebenswerte Dorf und eine adäquate Infrastruktur war ein besonderes Anliegen, das Ulm und der Arbeitskreis erfolgreich umsetzten.

Mit Informationsmitteln wie 15 Infotafeln im Gemeindebereich, Flyer für Neubürger und Aufklebern hat der Arbeitskreis für die Gemeinde und ihre Qualität geworben. Jetzt lud Roland Lindacher, der von Anfang an mit von der Partie war, als Nachfolger in die Gaststätte "Zum Schloss" ein. Ziel war es, aus dieser Bewegung heraus einen etablierten, gemeinnützigen Verein zu gründen.

Über das gemeindliche Mitteilungsblatt hatte er eingeladen. 21 Interessenten kamen, unter ihnen auch Bürgermeister Konrad Ochs (CSU). Lindacher begründete das Vorhaben auch mit der 2020 anstehenden 900-Jahrfeier von Kunreuth. Der Verein soll sich mit einer breiten Themenvielfalt beschäftigen. Dazu zählen besonders die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde sowie die ideelle und materielle Pflege der Kultur oder auch des Geschichtsbewusstseins.
Besonders wichtig scheint heutzutage die Förderung der Lebens- und Erholungsfunktion in den Gemeindeorten sowie Erhalt und Pflege von Natur und Landschaft. Dazu galt es, sich bei der Gründung Gedanken zu machen, fest Strukturen zu finden um das auch finanzielle in tragbare Form zu bringen.


Nur wenig klangvoll

Zunächst drehte sich die die Diskussion um den Namen des Vereins. "WERK" war ein Alternativvorschlag. Das wäre der Anfangsbuchstaben für alle Gemeindeteile Weingarts, Ermreus, Regensberg und Kunreuth. Für nicht so Eingeweihte wäre der Namen allerdings wohl nur wenig aussagefähig und auch nicht eben klangvoll gewesen. Außerdem hielt man eine Ortsbezogenheit im Namen für sinnvoll.

Letztlich war man sich mit 17:3 Stimmen schnell einig, "Kunreuth - hier lässt sich's leben" zu wählen. Bürgermeister Ochs, der in Weingarts woht, plädierte ebenfalls für diesen Begriff. Schließlich soll hier die Gemeinde Kunreuth als Ganzes angesprochen werden, was auch in der dann folgenden Satzung klar zum Ausdruck kommt. Roland Lindacher hatte sich viele Mühe gegeben, um aus vielen Quellen eine Vereinssatzung zusammenzutragen. Mit viel Geduld gingen die Beteiligten gewissenhaft Paragraph für Paragraph alle Passagen durch. Und verabschiedeten den Entwurf einstimmig.

Im Weiteren zahlte sich die gründliche Vorbereitung des Treffens aus. Schnell ging eine Liste durch die Reihen. 21 Unterschriften trug sie zum Schluss. Eine angenehme Aufgabe hatten Bürgermeister Konrad Ochs und Georg Schützim als Wahlausschuss. Es galt, die künftige Vorstandschaft per Akklamation zu wählen.

Vorsitzender ist künftig Roland Lindacher, sein Stellvertreter Ernst Strian. Die Kasse übernimmt Horst Franke. Annette Dokoupil-Gutensohn betreut die Kasse. Als Kassenprüfer stellten sich Sabine Ursprung und Heinz Ulm zur Verfügung. Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zur Verfügung zu stellen, belohnten die künftigen Mitglieder mit Einstimmigkeit bei der Besetzung der Positionen. Lindacher hat jetzt die Aufgabe, den Eintrag ins Vereinsregister voranzutreiben. Schließlich galt es noch, einen Mitgliedsbeitrag festzulegen.