Den Ortschaften habe ein gewisser Zuzug von anderen Menschen schon immer gut getan, resümierte Claus Schwarzmann (BB), Bürgermeister von Eggolsheim. Ebenso sah es eine Besucherin der Bürgerversammlung in der Eggerbachhalle und bezeichnete das künftige Baugebiet auf dem ehemaligen Distler-Gelände in Bammersdorf als Bereicherung. Der Projektentwickler Paul Papendieck erklärte die Pläne des Unternehmens Deutsche Reihenhaus: Weil die ursprünglich geplante Bebauung für Marktgemeinderäte und Bammersdorfer zu dicht war, reduzierte das Unternehmen die Wohneinheiten. Jetzt sollen insgesamt 27 (statt 30) Wohneinheiten mit vier Doppelhaushälften und insgesamt 19 Reihenhäusern verwirklicht werden.

Für die Visualisierung - auch in 3D - dankte Schwarzmann und erinnerte daran, dass der Marktgemeinderat dem Projekt positiv gesonnen sei. Allerdings sei das gesamte Verfahren Neuland für die Kommune: "Wir haben noch nie ein komplettes Baugebiet von einem Projektträger entwickeln lassen." Doch in diesem Fall war der Kommune sowohl der Grundstückspreis als auch das Risiko von Altlasten im Untergrund zu hoch. "Wir haben daher jemanden gesucht, der das kann", versicherte Claus Schwarzmann.

Nachfragen aus dem Publikum

Den Nachfragen aus dem Publikum über ausreichende Infrastruktur in puncto Kindergarten und Schule in Eggolsheim begegnete Schwarzmann gelassen: "Der Marktgemeinderat denkt voraus." In der Grund- und Mittelschule sind derzeit 290 Schüler, die Kapazität reiche bis 500. Ebenso wurden gerade durch einen entsprechenden Beschluss die Entscheidung für den Neubau einer Kindertagesstätte mit drei Gruppen getroffen, die sogar auf fünf Gruppen erweitert werden könne.

Entscheidend war für die Marktgemeinderäte das Konzept der "Deutsche Wohnen" und bezahlbarer Wohnraum. "Nicht jeder kann sich Grundstückspreise von 300 Euro pro Quadratmeter leisten", argumentierte der Bürgermeister. Bei Aufstellung des Bebauungsplans will die Kommune diesen intensiv prüfen. "Damit auch wirklich das entsteht, was uns versprochen wurde", so Schwarzmann.

Die Deutsche Wohnen plant und baut deutschlandweit Fertighäuser. Die Betonfertigteile für die Häuser kommen aus einem Werk in Oberbayern, die restlichen Gewerke werden ausgeschrieben, erläuterte Paul Papendieck das Vorgehen des Unternehmens. Damit kämen auch regionale Handwerker zum Zuge, versicherte der Projektleiter. Ebenso könnten Eggolsheimer und Bammersdorfer in einem sogenannten Einheimischenmodell für eine bestimmte Zeit beim Verkauf der Häuser bevorzugt werden. "Hier entsteht bezahlbarer Wohnraum", ist sich Bürgermeister Schwarzmann sicher.