Es klingelt an jeder Ecke und vibriert in jeder Tasche - das Smartphone. Mittlerweile hat fast jeder eins. Von unterwegs aus einfach mal Facebook checken, eine wichtige Mail schreiben oder die Verwendung der Navigation nutzen, wenn man sich mal wieder verlaufen hat. Keine Frage, das Smartphone ist eine tolle Erfindung. Einzige Bedingung dafür ist Internet. Datenvolumen sind da schnell mal aufgebraucht und man greift auf kostenfreies Wlan in der Öffentlichkeit zurück. Auch in Forchheim wird dieser öffentliche Service gerne verwendet.

Wie Kabel Deutschland nun bekannt gab, befindet sein beliebtester Wlan-Hotspot in Forchheim in der Hornschuchallee. Insgesamt vier öffentliche Internetzugänge bietet das Vodafone-Unternehmen in der Stadt an. Am meisten genutzt wird jener in genannter Straße mit der Hausnummer 19. Über 100 Passanten loggten sich allein im Juni in das Netz von Kabel Deutschland ein. Tendenz seit Januar diesen Jahres steigend.

Dabei bietet das Unternehmen mobilen Internetzugang in Festnetzqualität. Ohne Registrierung. Einfach die Nutzungsbedingungen akzeptieren und 30 Minuten kostenloses Surfen im Netz genießen. Wem das nicht reicht, der kann nach Ablauf der halben Stunde mittels einer Buchung einer Wlan-Hotspot-Flat die Surfzeit verlängern.

Café, Restaurant und Co.

Doch nicht nur Telefonanbieter, sondern oftmals auch Cafés und Restaurants bieten diesen kostenlosen Service an. Das im April eröffnete Burger-Restaurant Arizona am Rathausplatz ermöglicht seinen Gästen bald Surfen im Netz. "Wir haben Wlan beantragt und es wird im Laufe der Woche kommen", erklärt Enrico Scigliuzzo, Chef des Lokals. Wie er bestätigte, wird dieses für die Burger-Fans kostenlos zur Verfügung stehen. Da die Nachfrage der Gäste auch schon da war, sei es wichtig, diesen Service nun in Angriff zu nehmen.

Kostenfreies Internet via Code

Die Bäckerei Beck in der Nürnberger Straße hat seit gut einem Viertel Jahr kostenfreies Wlan für ihre Kunden. "Wenn man bei uns im Laden etwas kauft, dann erhält man einen Code. Dieser wird für das Nutzen des Hotspots benötigt. "Zwei Stunden lang kann man dann kostenlos surfen", sagt Mitarbeiterin Anja Möhrlein. Genutzt wird dieser Service aber nicht nur von Schülern, die ihre Mittagspause dort verbringen, sondern von allen Altersklassen. Nur wenige Häuser entfernt befindet sich das Café Mr. Bleck. Deren kostenfreies Wlan steht den Gästen täglich für eine Stunde zur Verfügung. "Man muss sich mit seiner Handynummer anmelden. Daraufhin bekommt man einen Code zugeschickt, mit dem man kostenlos surfen kann", sagt Jessica Fritsch, Mitarbeiterin des Cafés.

Am häufigsten genutzt, wird der Service von Schülern, sowie von Geschäftsleuten. Wie der kostenlose Internetzugang finanziert wird, konnte die Mitarbeiterin nicht sagen. "Das läuft halt über myCloud", erklärt sie.
Als ein bekanntes Restaurant in der Forchheimer Innenstadt zählt das Stadtlockal in der Fußgängerzone. Auch hier bietet der Inhaber kostenlosen Internetzugang für unbegrenzte Zeit an.

Die Verwendung des Services durch die Gäste ist allerdings nur bedingt: "Wir haben das bisher noch nicht so publik gemacht. Deshalb wissen viele Menschen nicht, dass wir das überhaupt anbieten", erklärt Christoph Kauer, Restaurantbesitzer. Die Finanzierung des kostenlosen Zugangs läuft dabei komplett über das Restaurant: "So etwas nennt man Service", lacht Kauer.

Surfen auf der Terrasse

Seit Dezember 2014 befindet sich in der alten Wache am Paradeplatz das Café Esspress mit Vorplatz. Kostenlosen Hotspot gibt es auch hier. Für eine Stunde surfen die Gäste kostenfrei im Internet, danach müssen sie sich neu anmelden. Genutzt wird dieser Service häufig und gerne von der Kundschaft. "Die Reichweite gilt im ganzen Café und auf der Terrasse. Der Empfang am Ende der Terrasse wird womöglich schwieriger sein, aber die Reichweite gilt eigentlich bis dort", sagt Lena Wendrock.

Ein städtisches Wlan ist im Moment für Forchheim noch nicht geplant. Anfang September wird es zu einem Gespräch zwischen dem Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) und Dieter Hümmer, Mitarbeiter auf dem Gebiet der Elektronischen Datenverarbeitung der Stadt Forchheim, kommen.

"Ein öffentlicher Hotspot ist besonders an belebten Orten gut. Ich denke dabei an den Busbahnhof als interessantesten Punkt. Dort sind viele Touristen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln ankommen oder wieder abreisen", sagt Hümmer. Aber auch viele Schüler, die auf ihren Zug oder Bus warten, werden davon profitieren. Kurz vor Abfahrt schnell die Mails checken soll dort dann möglich sein.