Das war ja gar nicht abzusehen, heißt es nun. Wirklich? Nehmen wir nur mal den aktuellen Grund für zusätzliche Kosten von rund 1,5 Millionen Euro, um das marode Dach in Schuss zu bringen. Schon in einer Bauausschuss-Sitzung im September 2008 kam zur Sprache, wie die Schüler im Sommer schwitzen und im Winter frösteln. Die Energieagentur Oberfranken habe das Gebäude mit "relativ schlechten Energiewerten eingestuft", hieß es damals im FT. Wäre es da nicht nahe liegend gewesen, an den für die Wärmedämmung neuralgischen Stellen mal ganz genau hinzuschauen - zum Beispiel am Dach?

Das ist nicht passiert - eine grobe Einschätzung sollte für die Planung genügen. Ein fataler Fehler, wie sich nun zeigt. Es ist nicht die erste Fehleinschätzung, die bei General sanierungen von Schulgebäuden im Landkreis zu enormen Kostensteigerungen geführt hat. Warum schafft die öffentliche Hand nicht das, was jeder private Bauherr anstrebt? Eine exakte Auflistung der Kosten, ehe endgültig über die Maßnahme entschieden wird.