Im Jahr 1966 ist in Muggendorf der Kneipp-Verein ins Leben gerufen worden. Der Initiative ging seinerzeit zurück auf den gebürtigen Rheinländer Ferdinand Goffin. Beseelt von einem Kuraufenthalt in Bad Wörishofen, wollte Goffin die Kneipp'schen Überzeugungen und Grundsätze auch auf die Fränkische Schweiz übertragen.

Das Grundelement von Kneipps Theorie, frisches Wasser, war und ist dank der zahlreichen Quellen der Region ja im Überfluss vorhanden. Der Plan, Kneipp-Anlagen zu errichten, hat der Verein in den folgenden Jahren mit Unterstützung des damaligen Markts Muggendorf in die Tat umsetzen können.

An mehreren Orten der Fränkischen Schweiz entstand en nach und nach sogenannte "Wohltubecken". Die Muggendorfer Anlage am westlichen Ortsrand des Luftkurortes fiel jedoch im Laufe der vergangenen Jahre in einen Dornröschenschlaf. Margot Oschatz, die seit sieben Jahren Vorsitzenden des Kneipp-Vereins ist, krempelte aber jetzt die Arme hoch und putzte die Anlage mit ihren Vereinsmitgliedern wieder heraus.

Ein Fest am Sonntag

Blumenbeete wurde angelegt und die Wege mit Kies gesäumt. Am Hang entstand eine neue Schutzhütte.
Auf fünf senkrechten Baumstämmen werden die fünf Säulen der Kneipp'schen Lehre symbolisiert: Wasser, Pflanzen, Bewegung, Ernährung und Ordnung.

Margot Oschatz und Heide Ruderich kümmern sich um die Pflege der Anlage als wäre es ihr eigener Hausgarten
"Alles kostet natürlich Geld", weiß die Vorsitzende aber auch. Zur Aufbesserung der Vereinskasse findet deshalb am Sonntag, 7. Juli, ab 14 Uhr ein "Kneippbad-Fest" statt.
Es soll ein gemütlicher Kaffeenachmittag mit selbst gebackenen Kuchen und Torten werden.