Feuerwehr-Kommandant Sebastian Müller und sein Stellvertreter Bernd Gebhard testen noch schnell die Ladebordwand des neuen Feuerwehrfahrzeugs, um es dann mit den ersten drei Rollcontainern zu bestücken. "Die Gemeinde Kirchehrenbach hat in 2016 und 2017 kräftig investiert und ein neues Löschfahrzeug und einen neuen Gerätewagen angeschafft", erzählt Müller.

In der vergangenen Woche wurde der "Gerätewagen Logistik 1" (GW-L1) geliefert, der gemeinsam mit dem Landkreis Forchheim angeschafft worden war. Denn künftig werden die Feuerwehrleute aus Kirchehrenbach die Katastrophenschutzeinheit des Landkreises unterstützen.


Stolze Bürgermeisterin

"Das Fahrzeug kann aber auch für die Belange der Gemeinde genutzt werden, denn es ist multifunktional einsetzbar. Das ist für alle eine Win-win-Situation", ergänzt Kreisbrandrat Oliver Flake.

Sebastian Müller zeigt die Rollcontainer, von denen ein vierter noch unterwegs nach Kirchehrenbach ist: "Vier sind für unsere Einsätze. Bei einem Katastrophenfall kommen noch drei vom Landkreis dazu." Früher hatten die Feuerwehrleute eine Vielzahl von Gerätschaften im Feuerwehrhaus stehen. Jetzt sind diese in den Rollcontainern untergebracht, so dass das Fahrzeug schnell und gezielt beladen werden kann. Zum Beispiel gibt es einen Container, in dem alles untergebracht ist, um bei einem Öl-Spuren-Einsatz schnell reagieren zu können.

Bei einem Hochwasser könnte das Fahrzeug die Container der Gemeinde und des Landkreises an die Schadensstelle bringen und dann zum Bauhof fahren, um Sandsäcke zu laden. "Wir sind die einzigen im Landkreis, die einen GW-L1 haben. Den größeren Bruder, den GW-L2, haben Forchheim, Ebermannstadt und Neunkirchen am Brand", erzählt Müller stolz. Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) berichtet, dass der Verein der Freiwilligen Feuerwehr 11 500 Euro Unterstützung dazugegeben hat. Gesamt wurden über 500 000 Euro investiert: 430 000 Euro für das Löschfahrzeug, das mit 125 000 gefördert wurde. Etwa 98 000 Euro kostete der Gerätewagen.


Stundenlange Vorbereitung

Davon zahlte das Land Bayern etwa 34 000 Euro, der Landkreis 32 000 Euro und der Verein eben 11 500 Euro. "Das Geld wurde nicht für die Feuerwehr investiert, sondern damit die Gemeinde ihrer Pflichtaufgabe nachkommen und für die Sicherheit der Bürger sorgen kann", erklärt der Kommandant.
Nachdem das alte Löschfahrzeug in die Jahre gekommen war, ist 2016 ein "Hilfeleistungslöschfahrzeug" (HLF20) angeschafft worden. Der Feuerwehrmann zeigt die vielen Gerätschaften und Schläuche, die darin untergebracht sind. Außerdem zeigt er wie im Einsatz vier Kollegen im Fahrzeug schnell Atemschutzgeräte anlegen können.

Damit die Ehrenamtlichen schnell und effektiv reagieren können, haben sie 490 Stunden in die Ausbildung investiert. Die Fahrer sind etwa 600 Kilometer Einweisungen gefahren. Für das GW-L1 wurden bisher etwa 150 Ausbildungsstunden geleistet.


Termin Die Weihe der beiden Fahrzeuge findet statt am Sonntag, 23. Juli, am Feuerwehrhaus, Hauptstraße 98. In der Zeit zwischen 9.30 und 16.30 Uhr gibt es ein Programm für Kinder und Schauübungen.