Der Bet-Tag in derPinzberger Marienkapelle am Lohranger neigte sich dem Ende zu, als Kaplan Kamil Tete vor die Gemeinde trat und sich verabschiedete. Fast ein Jahr lang hatte er im Seelsorgebereich Ehrenbürg mit den Schwerpunkten in den Pfarreien Pinzberg und Wiesenthau gewirkt.

Schnell hatte er die Herzen der Gläubigen mit seinem bescheidenen und geradlinigen Wesen erobert.
"Von Pfarrer Michael Gehret konnte ich viel über die Pflichten eines Pfarrers lernen", bedankte sich Kaplan Kamil Tete seinerseits. Tete freute sich ferner darüber, die deutsche Sprache gelernt zu haben. Schon länger spricht er die Sprache in einer Perfektion, wie viele Gläubige immer wieder bewundernd feststellen konnten.
"Ich habe in Pinzberg ein neues Zuhause gefunden. Viele Erinnerungen begleiten mich zum Abschied", sagte Tete zum Abschied und konnte seine Emotionen dabei nur schwer zurückhalten.


Immer gern gesehen

"Du bist bei uns immer ein gern gesehener Gast", verabschiedete ihn Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU) mit einem Buchgeschenk.
Pfarrer Michael Gehret blickte auf ein spannendes Jahr mit Tete zurück. Tete sei so etwas wie der 15. Nothelfer geworden, als Pfarrer Alfred Beißer in Leutenbach längere Zeit krankheitsbedingt ausgefallen sei. "Da hast Du als Kaplan Großes geleistet", wandte sich Gehret an Tate und gab ihm zum Abschied eine finanzielle Spende mit auf den Weg.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sieglinde Seeber überreichte im Namen der Gläubigen einen kleinen Blumenstrauß an den scheidenden Kaplan. Pfarrer Gehret denkt daran, Gelder aus der nächsten Drei-Königs-Aktion nach Indien an jene Schule zu überweise, an der Tete künftig arbeiten wird.
Tete war im Juli 2010 nach Deutschland gekommen. Er hatte anschließend in Rehau und anschließend je zwei Jahre in Herzogenaur auch und in Neustadt/Aisch gearbeitet.