Hausen
Wiederentdeckung

Feuerwehrmann findet Hausener Löschfahrzeug in Albanien wieder: "Gerade auf Motorradtour"

Die Feuerwehr Hausen hat kürzlich vertraute Grüße aus Albanien erhalten. Ein Motorradfahrer, selbst Feuerwehrmann, fand das alte Löschfahrzeug dort wieder, wo es neben seiner Unterkunft in einem Feld geparkt war.
Hausen: Feuerwehrmann findet altes Löschfahrzeug in Albanien wieder - "gerade auf Motorradtour"
Ein Motorradfahrer entdeckt in Albanien ein altes Löschfahrzeug der Feuerwehr Hausen, das vor zwei Jahren ausrangiert wurde. Die Bilder zeigen die damalige Übergabe. Foto: Feuerwehr Hausen
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Vertraute Grüße erreichten kürzlich die Feuerwehr Hausen. Auf einer Motorradtour in Albanien fand ein Feuerwehrmann ein Löschfahrzeug vor, auf dem deutlich "Feuerwehr Hausen" zu erkennen war. In Permet (Albanien) sei der Mann unterwegs gewesen, "da sehe ich neben meiner Unterkunft euer altes Feuerwehrauto stehen", heißt es in der Nachricht.

"Das ist ein Löschgruppenfahrzeug, das 30 Jahre bei uns im Dienst gewesen ist", klärt Kommandant Ferdinand Kemeth der Feuerwehr Hausen auf. Vor gut zwei Jahren wurde das Feuerwehrauto abgelöst. "Über eine Familie aus Albanien, die in Hausen wohnt, ist der Kontakt nach Albanien selbst hergestellt worden. Dort konnte das Fahrzeug noch gut gebraucht werden", sagt Kemeth. Anfang des Jahres 2020 wurde das Löschfahrzeug dann knapp 1800 Kilometer nach Permet (Albanien) verkauft.

Hausener Feuerwehrausrüstung in Albanien - "Fahrzeug wird weiterhin gebraucht!"

Zusammen mit weiteren ausrangierten Ausrüstungsgegenständen kam das Löschgruppenfahrzeug dann in Permet (Albanien) an. "Es gibt keine Ersatzteile mehr, aber dort hat es trotzdem einen Wert", so Kemeth, "weil die Leute dort selbst dran herumschrauben können." Es entspreche dann zwar nicht mehr den hier geltenden Richtlinien, jedoch "freuen wir uns sehr, dass es weiter seinen Einsatzdienst als Feuerwehrauto in einer wunderschönen Kulisse verrichten darf", heißt es vonseiten der Feuerwehr Hausen.

Umso erfreulicher sind die Nachrichten eines Goldacher Feuerwehrmannes, der auf seiner Motorradtour das Auto dort in einem Feld stehend entdeckte. Im Gespräch mit einem Feuerwehrmann vor Ort kam heraus, dass das Fahrzeug weiterhin in Betrieb und einsatzbereit ist. "Sie haben weiterhin zwei ehemalige französische Fahrzeuge", berichtet der Motorradfahrer. "Jegliche Ausrüstung ist gemischt aus alter deutscher oder französischer Ausrüstung zusammengestellt. Es gibt keinerlei Unterstützung vom Staat", bemerkt er.

"Und trotzdem erledigen sie gewissenhaft alle Aufgaben. Der letzte Einsatz war die Rettung von deutschen Touristen aus einem Canyon nahe Permet", so die Nachricht weiter. "Ich hoffe, es freut euch zu wissen, dass euer Fahrzeug weiterhin gebraucht wird!" Mit kameradschaftlichen Grüßen verabschiedet sich der Goldacher Feuerwehrmann und Motorradfahrer.