Anfang der 90er-Jahre sind an der Hallerndorfer Grund- und Mittelschule sogenannte Raffstores angebracht worden. Die Jalousien sollten Schüler und Lehrer gleichermaßen vor Sonneneinstrahlung schützen. Da die Raffstores nicht von innen zugänglich sind, konnten sie auch nicht gewartet werden.
Inzwischen lassen sich die Kurbeln nur noch schwer bewegen, einige der Kurbeln seien bereits abgebrochen, klagen Lehrer und Schüler. Ob es überhaupt noch sinnvoll sei, die offenbar hinfälligen Jalousien herzurichten, debattierten jetzt die Hallerndorfer Gemeinderäte. In den kommenden Jahre müsste sie Schule doch ohnehin saniert werden.

Günstigstes Angebot

Bürgermeister Torsten Gunselmann (FWG) wollte die Schüler allerdings nicht so lange warten lassen;: "Das kann ich den Kindern nicht zumuten."

Die Gemeindevertreter stimmten am Ende einstimmig
dafür, die nötigen Arbeiten an den Raffstores an den günstigsten Anbieter zu vergeben. Da vor der Erschließung eines neuen Baugebiets ein Baugrundgutachten erstellt werden muss, vergaben die Mitglieder des Gemeinderats den entsprechenden Auftrag einstimmig an denjenigen Anbieter, der ihnen das günstigste Angebot gemacht hatte.

Laufende Gespräche

Das Ingenieurbüro für Geologie Gartiser, Germann und Piewak aus Bamberg wird nun untersuchen, wie tragfähig der Baugrund auf dem "Boint" in Hallerndorf ist.

Zwei Gegenstimmen gab es dagegen, als die Mitglieder des Gemeinderats darüber abstimmten, ob das Ingenieurbüro Weyrauther aus Bamberg einen ersten Plan für den Geh- und Radweg entwickeln soll, der von Hallerndorf zunächst bis zum Aischtalradweg und später bis nach Stiebarlimbach führen soll. Gunselmann berichtete den Gemeindevertretern, dass er bereits erste Sondierungsgespräche mit den Eigentümern der Grundstücke geführt habe: Es habe keiner von ihnen grundsätzlich Nein gesagt.

Hier gehe es zunächst um Entwurfsplanung und Entwurfsvermessung, betonte Gunselmann. Er ging dabei auf den Einwand von Matthias Erlwein (JAB) ein. Erlwein hatte darauf hingwiesen, dass doch noch gar keine Entscheidung getroffen worden sei. Im Rahmen der Dorferneuerung wird in Pautzfeld auch das Kanalnetz saniert. Es wird dabei auch notwendig, das Kanalnetz, mit dem das Regenwasser vom Kaulberg herunter in den Dorfweiher geleitet wird, zu erneuern.

Geringere Kosten

Für die Erneuerung des Oberflächenwasserkanals wird der Ingenieurvertrag mit dem Ingenieurbüro Kittner und Weber erweitert. Dank des bereits bestehenden Vertrages sind die Kosten dafür geringer, als sie es bei einem neuen Ingenieurvertrag gewesen wären.

Da LED-Leuchten auch bei der Straßenbeleuchtung auf dem Vormarsch sind, sollen diese künftig auch in Pautzfeld leuchten. Ob diese nun auf acht Meter hohen Masten montiert werden, oder ob sechs Meter hohe Masten ausreichend sind, das wollen sich die Gemeindevertreter noch überlegen. Erst wenn für alle Varianten ein Angebot des Bayernwerkes vorliegt, wollen die Gemeindevertreter darüber entscheiden.

Maximal 5000 Euro

Sowohl die Satzung über die Benutzung der Hallerndorfer Kindertageseinrichtung als auch die Gebührensatzung für diese wurden von den Gemeindevertretern an diesem Termin einstimmig beschlossen; ganz so, wie sie auf der vergangenen Sitzung diskutiert worden waren.

Der Sportverein DJK Eintracht Willersdorf fragte derweil an, ob die Gemeinde einen Zuschuss für die Sanierung der Dusch- und Umkleideräume am Sportheim gewähren würde. Üblich seien ein zehnprozentiger Zuschuss bis zu einer Fördersumme bis maximal 5000 Euro, erklärte dazu Bürgermeister Gunselmann.
Die Gemeindevertreter stimmten zu; vorbehaltlich allerdings der Klärung, ob der Sportverein bereits in den vergangenen Jahren eine Förderung erhalten habe.