Die Firma Müller-Haustechnik aus Trailsdorf mit ihrem Inhaber Klaus Müller bekam für ihren offenen Umgang mit dem ehrenamtlichen Engagement der bei ihr beschäftigten Mitarbeiter eine Auszeichnung vom Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Geht ein Notruf ein, können sich die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr ebenso auf ihre Freistellung verlassen wie die Mitglieder vom Technischen Hilfswerk (THW) und andere Ehrenamtliche. Sie können sich jederzeit zum Wohle anderer Menschen einsetzen.

Neben dem Unternehmen aus dem Hallerndorfer Ortsteil werden weitere sieben bayerische Unternehmen als "Ehrenamtsfreundlicher Betrieb - gemeinsam für mehr Sicherheit" ausgezeichnet.

Als beispielsweise Hochwasser in Deggendorf war, stellte das Unternehmen nicht nur die Mitarbeiter frei, sondern schickte sie mit Betriebsauto, Werkzeug und Pumpen an die Donau. Außerdem werde für den Mitarbeiter der Deutschen Lebens-Rettung-Gesellschaft (DLRG)ein Rettungsfahrzeug finanziert, das er gleichzeitig als Firmenfahrzeug nutzen könne, berichtet Firmeninhaber Klaus Müller: "So ist er jederzeit einsatzbereit." Für Müller sei die ehrenamtliche Arbeit seiner Mitarbeiter Ehrensache und daher unterstütze er sie. "Geschieht ein Notfall, helfen sie", ist er sich sicher. Auch wenn das Unternehmen den Verdienst der Mitarbeiter während eines ehrenamtlichen Einsatzes nicht tragen muss, fehlen sie doch in ihrer Arbeitsleistung. Trotzdem ist es dem Firmeninhaber wichtig: "Es muss Leute geben, die sich für andere einsetzen." Der Preis des Innenministers ist dafür ein Dank.

Ehrung in Erlangen

Joachim Herrmann verlieh Arbeitgebern aus Schwaben, Ober-, Unter- und Mittelfranken in Erlangen die Auszeichnung. Die Einsatzorganisationen des bayerischen Hilfeleistungssystems - die sogenannten Blaulicht-Organisationen, bestehend aus Polizei, Feuerwehren, Sanitätsorganisationen, THW und Bundeswehr - bilden ein Netzwerk für die Sicherheit der Bürger. Die sei laut Herrmann auch aktuell in der Corona-Pandemie wieder besonders wichtig. Als Dank und aus großer Wertschätzung lud der Innenminister im Namen der Bayerischen Staatsregierung in die Heinrich-Lades-Halle zu dem Ehrungsabend ein. Eine wichtige Voraussetzung für ehrenamtliches Engagement in den freiwilligen Hilfsorganisationen sei das Verständnis des Arbeitgebers.

Aus der Laudatio

In der Laudatio für Müller-Haustechnik heißt es: "Die Müller-Haustechnik mit Firmensitz in Hallerndorf ist ein mittelständisches Unternehmen mit dem Geschäftsfeld Elektro, Sanitär und Heizung sowie Klima und Lüftung. 1988 als reine Elektrofirma gegründet, wurde das Portfolio 1997 um die Gewerke Heizung und Sanitär erweitert. Der regionale Fachhandwerksbetrieb beschäftigt derzeit 59 Mitarbeiter, 15 davon engagieren sich ehrenamtlich bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, dem Technischen Hilfswerk und den umliegenden freiwilligen Feuerwehren.

Ehrenamtliches Engagement liegt der Müller-Haustechnik sehr am Herzen. So unterstützen die Geschäftsinhaber Jürgen und Klaus Müller ihre ehrenamtlich engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vorbildlicher Weise, beispielsweise durch die unkomplizierte und problemlose Freistellung bei Einsätzen sowie bei Ausbildungs- und Übungsveranstaltungen während der Arbeitszeit."

Für die besondere Unterstützung ihrer Mitarbeiter bei der Ausübung des sicherheitsrelevanten Ehrenamtes wurde die Firma auf Vorschlag der DLRG mit der Verleihung der Auszeichnung gewürdigt.