In einem Treffen der Bürgermeister mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und Verantwortlichen der Deutschen Bahn ging es um die Zukunft der Gräfenbergbahn (Nürnberg-Nordostbahnhof - Gräfenberg). Was der Fünf-Stufen-Aktionsplan der Bahn bedeutet, das erläuterten die Bürgermeister Rudolf Braun (WGA) aus Weißenohe und Hans-Jürgen Nekolla (SPD) aus Gräfenberg. Die Stufe 1 sind die Sofortmaßnahmen, die bis 18. Dezember abgeschlossen werden. Dabei werden die Langsamfahrstrecken abgearbeitet. Die Oberbaustabilisierung, die ebenso für die Langsamfahrten verantwortlich sei, werde in den Osterferien in Stufe 2 in Angriff genommen. Das größere Vorhaben wird in Stufe 3 mit den Gleiserschließungen und den Brückenerneuerungen umgesetzt. Dann werde das elektronische Stellwerk saniert (Stufe 4). Ein Gutachten solle dazu noch erstellt werden. Die Bahn soll dann bis Gräfenberg einen Halb-Stunden-Takt erreichen (Stufe 5). "Wir haben die Aussagen Schwarz auf Weiß. Was es wert ist, wird sich zeigen", meint Nekolla. Wie die Kosten gestemmt werden, sei noch unsicher. "Die Aussage, dass es fünf bis sechs Jahre dauert, wurde auch schon getätigt, als das Gespräch um das Stellwerk ging. Sie ziehen das immer fünf bis sechs Jahre hin", behauptet der Gräfenberger Stadtrat Matthias Striebich (Grüne). Er plädierte deshalb für die weitere Durchführung der gestarteten Petition an den Landtag. Für die Petition "Generalsanierung, Elektrifizierung und Ausbau der Gräfenbergbahn" sind aktuell knapp 4000 Unterstützer von 5000 benötigten Unterzeichnern erreicht. Striebich fürchtet ansonsten eine weitere zeitliche Verzögerung der Sanierung, da bereits angekündigt worden sei, dass Finanzierung nicht gesichert sei.