"Das Ereignis, das wir an diesem Tag begehen, ist für die Stadt Ebermannstadt von solch großer Bedeutung, dass wir uns entschieden haben, es stattfinden zu lassen", trug Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) beim Richtfest zur Erweiterung und Sanierung des Kindergartens Sankt Marien vor. Es fand allerdings in kleinem Rahmen, unter strengen Hygieneregeln und ohne "die wichtigsten Menschen des heutigen Tages" statt: "Es sind diejenigen, für die wir uns alle angestrengt haben, es sind diejenigen, die in einem Jahr das frisch sanierte Gebäude mit Leben erfüllen sollen - unsere Kinder." Die Bürgermeisterin berichtete, dass diese Sanierung bereits bei ihrem Amtsantritt 2014 im Raum gestanden habe. Im Mai und Juni 2015 wurden die Planungsaufträge vergeben. Im April 2016 entschied der Stadtrat, dass die Sanierung des Gebäudes in Abhängigkeit einer Förderung durch das Kommunale Investitionsprogramm (Kip) stattfinden soll. 2016 wurden die Arbeiten für die Spielplatzsanierung vergeben. Dieser wurde gemeinsam mit Kindern im Juni 2017 eingeweiht.

Die Kosten

Von den angefallenen Kosten in Höhe von 380 000 Euro waren 270 000 Euro gefördert worden. Dann ging es ans Gebäude. "Eine Sanierung im Bestand und eine Erweiterung auf engem Raum ist im Gegensatz zum Bauen auf der grünen Wiese nicht unbedingt das leichtere Geschäft", scherzte Christiane Meyer. Die Stadt musste eine Interimslösung finden. So wurden 600 000 Euro in das Mehrzweckgebäude im Familienzentrum investiert. In diesem Sommer zogen die Erzieherinnen mit den rund 120 Kindern dann um in das Gebäude, so dass Anfang August mit den Bauarbeiten am jetzt leeren Kindergarten begonnen werden konnte. Die Sanierung und Erweiterung wird rund drei Millionen Euro kosten.

Träger der Einrichtung ist die Katholische Kirchenstiftung Sankt Nikolaus. Pfarrer Florian Stark sagte in seinem Grußwort, dass Christen in der Welt stünden, aber trotzdem eine höhere Verbindung hätten. Deshalb solle den Menschen gegeben werden, was sie brauchen: "Hier geht es um das Wohl der nächsten Generation." Er ging auf den Wandel ein, der sich in den letzten Jahrzehnten vollzogen hat, denn im 19. Jahrhundert gab es "Kinderverwahranstalten" und jetzt "Familienzentren". Dass sich allein in den letzten zehn Jahren viel getan habe, bestätigte die stellvertretende Forchheimer Landrätin Rosi Kraus (CSU). "Meine eigenen drei Kinder sind gerade mal zwei Jahre in den Kindergarten gegangen", sagte sie. Als Vertreterin des Landkreises freute sie sich über die Sanierung: "Das ist ein Zugewinn für den Landkreis." Der Architekt Ralf Bahl stellte anschließend den Plan für die Sanierung und Erweiterung vor. Am Ende befestigte Zimmermann Wolfgang Mauer ein geschmücktes Bäumchen am Dachstuhl und hielt seinen Richtspruch. Er stieß auf die Bauherren, die Architekten und die Handwerker an und warf die Gläser auf den Boden, dass sie zersprangen. Dieses Ritual soll dem Gebäude Glück bringen.