An den letzten Samstagen wurde im Friedhof im Moggast fleißig gearbeitet. "Der liebe Gott hat euch Talente gegeben und ihr setzt sie hier ein", scherzte Pfarrer Florian Stark. Kirchenpfleger Fritz Wölfel, Friedhofsverwalter Georg Knoll, Thomas Kormann und Clemens Förtsch pflasterten am vergangenen Samstag den Bereich vor dem Friedhofskreuz, denn dieses war saniert worden. "Hier in Moggast ist der Friedhof in Besitz der Kirchenstiftung. Das ist eine Besonderheit", erklärt Fritz Wölfel. Pfarrer Stark ergänzt: "Ja, das ist normalerweise eine kommunale Pflichtaufgabe." Weiter erzählte der Kirchenpfleger, dass das Kreuz bis vor einem Jahr eine Grabstätte in privatem Besitz gewesen sei. Dann wurde sie an die Kirche übergeben. Die Kirchenverwaltung hatte überlegt, das Kreuz abzubauen und ein neues anzubringen, "doch der Denkmalschutz war dagegen. Es musste auf jeden Fall erhalten werden". Wölfel sagt weiter, dass die Ausschreibungen im Frühjahr stattfanden. Das Kreuz wurde neu erstellt, der Korpus konnte saniert werden. Es stammt aus dem Jahr 1887. "Es waren auch Archäologen da, aber bei den Arbeiten haben sie nichts im Boden gefunden", berichtet Wölfel. "Das Kreuz ist ein ortsprägender und markanter Punkt und kann dann für Andachten oder Friedhofsbesuche genutzt werden", meint Pfarrer Florian Stark. Am 28. November zur Ewigen Anbetung will er es segnen. Für die Sanierung fielen Kosten in Höhe von 15.000 Euro an, die vom Bistum Bamberg, der Stadt Ebermannstadt und dem Landkreis Forchheim gefördert werden. Weitere Arbeiten wurden ehrenamtlich durchgeführt. "Das ist doch selbstverständlich. Schließlich sind wir in Moggast aufgewachsen und unsere Eltern liegen hier", erklärt Wölfel. Georg Knoll ergänzt: "Wir machen das auch zur Ehre Gottes. Außerdem sind wir vier aus der Branche. Da ist das Ehrensache." Und Thomas Kormann meint: "Wenn man sieht, wie viel Einsatz früher für den Kirchenbau gezeigt wurde, dann ist das doch nichts." Jetzt erstrahlt das Kreuz wieder und kann ein Anziehungsbesuch für die Besucher sein.