Ganz tapfer und selbstständig wendet sich der siebenjährige Aaron Könitzer, der bald acht wird, an inFranken.de: "Ich möchte, dass die Menschen aufhören, die Welt kaputt zu machen. Das finde ich nicht okay!" Er besucht die Grundschule in Pretzfeld und beschäftigt sich schon, seit er denken kann, mit Umweltthemen. "Ich möchte, dass die Menschen aufhören, Bäume zu fällen, denn das ist schlecht für die Tiere, weil damit ihre Heimat zerstört wird", sagt der Junge. Er erklärt weiter, dass sich dadurch ja auch die Luftqualität verschlechtert: "Wir brauchen die Blätter für unser Atmen."

Sorge um den Dschungel

Er ist besorgt, dass große Teile des Dschungels abgeholzt wurden und damit Tiere ihr Zuhause verlieren. "Ich glaube, das ist so, als wenn jemand kommt und unser Haus kaputt macht. Dann wissen meine Mama und ich auch nicht, wohin wir sollen." Er liebt zum Beispiel Gorillas und meint: "Viele Tiere sind vom Aussterben bedroht. Das finde ich nicht gut."

Aaron mag Tierfilme und hat ein Tierlexikon, das er schon fast auswendig kennt. Einige Tiere kennt er auch vom Besuch des Tierparks Hellabrunn in München. Er macht sich viele Gedanken zur Natur: "Man sollte Bäume und Tiere in Ruhe lassen. Und weniger Strom brauchen, denn das schadet der Antarktis." Er macht sich Sorgen, dass die am Südpol lebenden Tiere wie Robben, Wale, Pinguine, Käfer, Albatros, Schwertwale oder Seeleoparden bald aussterben. Auch um die Tiere der Eisfläche Arktis am Nordpol wie Eisbären oder Polarfüchse macht er sich Gedanken: "Wenn das Eis schmilzt, haben die Tiere keine Heimat mehr und werden tot." Aaron hat schon mal einen Eisbären im Zoo gesehen und zeigt anschaulich, wie der ins Wasser eingetaucht ist. "Von denen gibt es immer weniger, weil die Menschen zu viel Strom verbrauchen. Das finde ich respektlos", schimpft er.

Bitte an die Autofahrer

Doch der Junge redet nicht nur, sondern handelt auch. Mit einer kleinen Nachbarin hielt er vor Kurzem Autos an und bat die Fahrer, zukünftig weniger Strom zu verbrauchen. Außerdem malte er vor Jahren ein Plakat, um auf das Bienensterben aufmerksam zu machen. In diesem Frühjahr hatte er plötzlich viele Marienkäfer in seinem Zimmer. Mehr als 80 davon konnte er retten und vorsichtig auf Erdbeerpflanzen verteilen. Plötzlich sieht er einen Käfer auf seinem Finger krabbeln. Auch der wird vorsichtig auf eine Blume gesetzt. "Jedes Tier und jede Pflanze haben ein Recht zu leben", sagt er dabei leise und erzählt von seiner Hausspinne Gundula, die abends auftaucht und mit der er spricht. Beim Spazierengehen hat er oft eine Lupe dabei und schaut sich Pflanzen und Insekten genauer an.

"Ich will auch nicht, dass Wale ausgerottet werden, weil Menschen ihre Flosse essen wollen und denken, das ist das Beste. Das will ich nicht. Da platzt mir der Kragen", ärgert er sich. Er wünscht sich, dass alle Menschen mehr auf die Welt achten - auf Pflanzen und Tiere, und dass sie Respekt voreinander haben. "Das sollte auch der Ministerpräsident Markus Söder wissen, dass die Tiere ausgerottet werden. Dann könnte er das in der Welt verbreiten", denkt Aaron laut nach.

Wenn Tiere misshandelt werden

Der Junge findet es auch nicht gut, dass Tiere misshandelt werden, denn er musste beobachten, wie ein Tier mit einer Peitsche geschlagen wurde. Später möchte er einmal Zoodirektor werden. Außerdem will er für einen Bauernhof sparen, damit er sich um misshandelte Tiere und Tiere ohne Zuhause kümmern kann. "Und später will ich auch verreisen, um Tiere anzuschauen, die ich noch nicht gesehen habe", sagt er. Bis dahin wird vorerst weiter im Tierlexikon geschmökert.