Bereits kurz vor drei Uhr herrscht am Samstag in der Forchheimer Innenstadt am Bächla ein geschäftiges Treiben. Wer noch kein selbst gebasteltes Schiffla mitgebracht hat, schnappt sich noch schnell eine Zeitung und faltet ein fahrtüchtiges Boot daraus. Denn es gilt die vom Fränkischen Tag aufgestellte Stadtwette zu gewinnen.

"Forchheim schafft es nicht, mindestens 150 Personen ans Bächla zu holen und 150 Zeitungsschiffe über mindestens 50 Meter schwimmen zu lassen", lautete die Wette unserer Zeitung. Sollten sie es doch schaffen, dürfe sich die AWO Forchheim über eine Spende von 1000 Euro freuen. "Top, die Wette gilt!": Viele Kinder und ihre Eltern stellen sich, trotz der dunklen Wolken am Himmel, der Herausforderung.

Die Wette ist ein Publikumserfolg

Mit am Start sind die achtjährigen Zwillinge Helena und Luisa mit ihrer Oma Uschi.
Beim Basteln hat ihnen ihr Opa geholfen. Die beiden zeigen stolz ihre Zeitungsboote, die der Opa extra so gefaltet hat, dass das Forchheimer Rathaus und- aus aktuellem Anlass - die Queen auf der Vorderseite zu sehen sind. FT-Moderator Josef Hofbauer gibt um Punkt 15 Uhr das Startzeichen und das Bootsrennen kann beginnen. Auch Helena und Luisa legen behutsam ihre Schiffe ins Wasser und beobachten, wie diese das Rinnsal hinabschippern, bis sie auf Höhe der Volksbank wieder herausgefischt werden.

Schnell wird klar, dass die Wette für die Forchheimer ein Kinderspiel ist. Nach etwa zehn Minuten zählen die Mitorganisatoren bereits um die 330 Boote.

Segeln im Bächla

Am Ende wird die geforderte Anzahl von 150 Schiffchen sogar um mehr als das Dreifache überboten. Etwa 500 Schiffe segeln das Bächla entlang und sichern somit 1000 Euro für einen guten Zweck. Der AWO Kinderhort freut sich über das Geld, das vor allem für dringend benötigtes Mobiliar verwendet werden soll. Die Stadtwette kommt bei den Teilnehmern insgesamt sehr gut an. "Gott sei Dank haben wir es geschafft. Wirklich eine tolle Aktion für die Kinder", freut sich Oma Uschi. Helena und Luisa haben zwar schon mit einem erfolgreichen Wettausgang gerechnet, aber dass es am Ende so viele Schiffe werden, dann doch nicht.

" Wir haben so um die 200 geschätzt", verraten sie. Auch Sylke und Klaus Fischer aus Forchheim, die mit ihrer Tochter Viktoria (9) in der Innenstadt sind und die Aktion mit drei Booten tatkräftig unterstützten, freuen sich über deren Erfolg. "Wir dachten, wir gehen hin, nicht dass am Schluss jeder denkt, die anderen machen das schon und am Schluss kommt keiner", meinte Sylke.

Zum Glück hat sich diese Befürchtung absolut nicht bestätigt.