• Riesige Bankenfusion in Ober- und Mittelfranken beschlossen
  • VR Bank und Vereinigte Raiffeisenbanken sollen zusammengelegt werden
  • Betroffen sind insgesamt 50 Filialen und 24 Selbstbedienungsstandorte
  • Grund für den Zusammenschluss sind "aktuelle Herausforderungen"
  • In Forchheim ist die Zukunft der Filialen unklar

Genossenschaftsbanken fusionieren in Ober- und Mittelfranken - das steckt dahinter: Die VR Bank Bamberg-Forchheim und die Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim-Eschenau-Heroldsberg wollen noch in diesem Jahr fusionieren. Das haben die Vorstandsvorsitzenden der beiden Genossenschaftsbanken am Mittwoch (28.04.2021) in einer Pressekonferenz erklärt. Aus beiden Instituten würde eine neue gemeinsame Bank mit einer Bilanzsumme von 3,3 Milliarden Euro und mehr als 150.000 Kunden entstehen. 

Bankenfusion in Bamberg und Forchheim: "Geschwindigkeit wird elementar sein"

Beide Banken seien "davon überzeugt, dass die aktuellen Herausforderungen wie Negativzins, regulatorische Auflagen und Digitalisierung langfristig in einer größeren Einheit erfolgreicher bewältigt werden können", heißt es in der Mitteilung. Dazu komme, dass es in Forchheim derzeit sowohl eine Filiale der Vereinigten Raiffeisenbanken als auch der VR-Bank gibt. "Wenn man sich zusammenschließt, ist es effizienter", erklärt eine Sprecherin der VR-Bank Bamberg-Forchheim gegenüber inFranken.de

Das betreffe besonders die digitalen Angebote. "Gerade in der Corona-Pandemie sind viele froh, wenn sie ihre Bankdinge kontaktlos erledigen können", so die Sprecherin. Bei der VR-Bank Bamberg-Forchheim biete man etwa schon seit längerem Videoberatung an. Die Gestaltung der Filialen in Forchheim sei noch völlig offen, so die Sprecherin. "Die Aufgabe ist noch nicht abgeschlossen."

Denn noch müssen Gespräche geführt werden. Die Aufsichtsräte beider Banken hätten "in den vergangenen Wochen jeweils einstimmig der Aufnahme konkreter Fusionsgespräche" zugestimmt. Die Mitarbeiter seien über den Zusammenschluss in den letzten Tagen informiert worden. Insgesamt würden beide Banken zusammen heute etwa 6,5 Milliarden Euro Kundengeld verwalten. Damit würde "eine der größten Genossenschaftsbanken in Franken" entstehen.

VR-Bank und Raiffeisenbanken fusionieren: Das ändert sich für Kunden

Die Banken wollen mit dem Zusammenschluss auch im Firmenkundengeschäft wachsen, heißt es. "Vor allem für Firmenkunden ergibt sich dadurch die Möglichkeit der gewerblichen Kreditausweitung, sodass wir als Partner für den Mittelstand in der Region noch interessanter werden", wird Vorstand Alexander Brehm in der Pressemitteilung zitiert. Gleichzeitig ist es gut möglich, dass viele Kunden von der Fusion weniger mitbekommen werden als gedacht.

Girokonto-Vergleich bei CHECK24 machen

Denn: "Die gemeinsame Bank wird auch zukünftig unter dem Namen VR Bank Bamberg-Forchheim eG, mit juristischem Sitz in Bamberg firmieren", heißt es. Auch in Bamberg und Forchheim sollen die Marken "VR-Bank Bamberg" und "Volksbank Forchheim" beibehalten werden. Auch der Name "Vereinigte Raiffeisenbanken" soll bleiben. Es gebe lediglich den Zusatz "VR Bank Bamberg-Forchheim eG". Und: "Für die Kunden ändert sich erstmal nichts", so die Sprecherin. "Der Service bleibt gleich, der Berater bleibt gleich und die Filialen so, wie sie sind". 

Insgesamt sind von der geplanten Fusion 50 Filialen und 24 Selbstbedienungs-Standorte betroffen, darunter auch die Filiale der "Vereinigten Raiffeisenbanken" in Nürnberg an der B2. Durch den Zusammenschluss sollen auch neue Arbeitsplätze in der Region entstehen. "Derzeit sind wir in beiden Häusern auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern, um uns weiter zu verstärken", werden die Vorstände der Banken zitiert. 

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach nützlichen Produkten für unsere Leser. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.