93 Absolventen aus der Region Forchheim bestehen IHK-Abschlussprüfungen in der Pandemie. Das teilt die IHK Forchheim am Freitag (21.05.2021) in einer Pressemitteilung mit.  "Wir sind stolz auf Sie! Sie haben in den vergangenen Monaten nicht nur Ihr Fachwissen unter Beweis gestellt, sondern zugleich viel Herzblut, Durchhaltevermögen und auch Motivation bewiesen", wird Michael Waasner, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Forchheim, zitiert.

Er appelliere an die Absolventinnen und Absolventen, die Chancen, die sich nun bieten, geschickt zu nutzen. "Den Ausbildungsabschluss kann Ihnen niemand mehr nehmen. Alle Türen stehen Ihnen nun offen, egal wofür Sie sich entscheiden." Im Rahmen der Winterprüfung haben im IHK-Gremium Bamberg insgesamt 93 Prüflinge ihre Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt. 57 erfolgreiche Abschlüsse gab es bei den kaufmännischen Berufen, 36 bei den gewerblich-technischen. Im IHK-Gremium Forchheim erzielten 13 Absolventinnen und Absolventen die Note 1.

"Die logistische Organisation der Prüfungen ist aufgrund der zahlreichen pandemiebedingten Einschränkungen nach wie vor absolut herausfordernd", so Bernd Rehorz, Leiter der Beruflichen Bildung bei der IHK für Oberfranken Bayreuth. "Ohne die Flexibilität und das Engagement unserer ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer wären die Prüfungen in dieser Form nicht zu bewältigen." Da die Prüfungen in Bezug auf den Zeitpunkt und die Aufgaben bundesweit einheitlich sind, fanden alleine am 25. November 2020 Prüfungen an rund 60 verschiedenen Standorten in ganz Oberfranken statt. Rehorz: "Nur so konnten die vorgegebenen Abstandsregeln eingehalten werden."

Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt weist Rehorz auf die hohe Relevanz der Ausbildung hin. Coronabedingt gab es 2020 einen Einbruch bei den Ausbildungszahlen. 2021 hätten sich die Zahlen wieder stabilisiert, wenngleich auf niedrigerem Niveau. "Wenn wir diese Entwicklung nicht aufhalten, droht uns eine beträchtliche Fachkräftelücke, die für unsere Unternehmen zu einer existentiellen Herausforderung wird", so Rehorz. Die Sicherung qualifizierter Nachwuchskräfte müsse deshalb allerhöchste Priorität erhalten.