Tödlicher Unfall: Vorbeifahrende Autos halten einfach nicht - "Keiner will helfen"
"Keiner will helfen", sagt Wiemann. Ein Auto, dessen Fahrer den Unfall gesehen habe, sei einfach umgedreht und weggefahren. "Ich finde solche Leute gehören weggesperrt."
Wiemann leistete Erste Hilfe und spendete den Unfallopfern Trost. Im Auto saß ein verletzter Junge. "Ich habe die Hände gestreichelt, dann war er wieder etwas beruhigt", erklärt Wiemann.
Forchheim: 89-Jähriger gerät in Gegenverkehr
Wie die Polizei mitteilt, war ein 89-jähriger Mann aus dem Landkreis Bamberg kurz vor 16.15 Uhr mit seinem Skoda auf der B470 von Ebermannstadt in Richtung Forchheim unterwegs. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet er auf Höhe des Forchheimer Stadtteils Reuth aus noch ungeklärter Ursache mit seinem Auto ins Bankett, verriss daraufhin das Steuer und fuhr in den Gegenverkehr. Dort prallte er frontal in den Renault einer 22-jährigen Frau.
Durch den massiven Zusammenstoß wurden die junge Fahrerin und ihre 44-jährige Mutter auf dem Beifahrersitz im Wagen eingeklemmt. Feuerwehreinsatzkräfte mussten die Frauen sowie drei Kinder im Fond aus dem Wrack befreien. Nach der notärztlichen Erstversorgung brachte ein Rettungshubschrauber die lebensgefährlich verletzte Fahrerin in eine Klinik.
Mutter und drei Kinder schwer verletzt
Die 44-jährige Mutter erlitt schwerste Verletzungen und kam, wie ihre drei mittelschwer verletzten Kinder, ebenfalls ins Krankenhaus. Die Familie stammt aus dem Landkreis Bamberg.
Trotz aller Bemühungen eines Notarztes starb der 89-Jährige kurz nach dem Zusammenstoß an seinen schweren Verletzungen.
Ein Staatsanwalt aus Bamberg kam vor Ort und ordnete die Hinzuziehung eines Sachverständigen an, der die Beamten der Polizei Forchheim bei der Klärung der Unfallursache unterstützt. Insgesamt entstand ein Sachschaden von zirka 30.000 Euro.
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