Während der turnusgemäßen Überprüfung der Fahrrinne des Main-Donau-Kanals durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wurde am Dienstag (7. Juli 2020) ein Autowrack gefunden. 

Wie die Polizei mitteilt, wurde zunächst ein größerer Gegenstand im Mündungsbereich der Trubbach gegenüber der Sportinsel festgestellt. Taucher identifizierten den Gegenstand als Auto. Schließlich wurde das Fahrzeug durch einen Schwimmkran geborgen.

Sportwagen aus Main-Donau-Kanal geborgen: Wem gehört das Auto?

Das der Wagen überhaupt gefunden wurde, war eigentlich nur Glückssache: Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt kontrolliert den Kanal regelmäßig, auch die Wasserschutzpolizei hatte wegen verdächtiger Ölschlieren den Bereich bereits 2018 zwei mal abgesucht und nie wurde das Auto entdeckt.

Auf den relativ verpixelten Bildern des Sonar, "war ein grüner Punkt zu sehen, wo kein grüner Punkt hätte sein sollen", erklärte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei gegenüber inFranken.de. Erst diese unscheinbare Entdeckung führte zum Auffinden des Sportwagens. Der Fund des Wracks klärt zumindest endlich, woher die Ölschlieren kamen, die seit Jahren immer wieder an dieser Stelle auftraten.

Um sicherzugehen, ob das Auto dort im Zusammenhang mit einer möglichen Straftat gelandet ist, wurde die Wasserschutzpolizei Bamberg hinzugezogen. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem Fahrzeug um einen weißen Renault Alpine, Baujahr 1985, mit Forchheimer Kennzeichen handelt, welcher längere Zeit, mindestens seit 2004, im Kanal gelegen haben muss. Die Ermittler vermuten, dass der Wagen gestohlen wurde.

Hinweise auf möglichen Diebstahl

Die Einsatzkräfte entdeckten bereits kurz nach der Bergung des Fahrzeuges "Manipulationen am Lenkradschloss". Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei inFranken.de bestätigen konnte, wurde das Lenkradschloss aufgebrochen. Außerdem hatte der Renault Alpine noch einen Zulassungsstempel und wäre zur Zeit, zu der man vermutet, dass der Wagen im Fluss gelandet ist, noch einiges wert gewesen - selbst wenn er kaputt war. 

Dennoch handelt es sich dabei nur um Vermutungen. Der letzte Besitzer des Autos könnte wichtige Hinweise hervorbringen. Bisweilen gestaltet sich die Suche jedoch sehr schwierig. Da das Auto mindestens schon 16 Jahre im Main-Donau-Kanal liegt, kann der Halter des Fahrzeuges nicht mit offiziellen Daten - beispielsweise von der Kfz-Zulassungsstelle über das Kennzeichen oder der Polizei über eine mögliche Anzeige wegen Diebstahls - ermittelt werden. 

Die Wasserschutzpolizei Bamberg bittet daher weiter um sachdienliche Hinweise zum letzten Besitzer des Sportwagens. Diese nehmen die Beamten unter der Telefonnummer 0951/9129-590 entgegen.