Coronabedingt wurden viele Aktivitäten von Forchheims Städtepartnerschaften verschoben oder gestrichen, heißt es in einer Mitteilung. Ende März konnte eine 17-köpfige Delegation bestehend aus Stadträten und Mitgliedern des Roppener Städtepartnerschaftskomitees die Tiroler Gemeinde Roppen im Bezirk Imst besuchen, heißt es.

Wie das Partnerschaftskomitee Forchheim-Roppen berichtet, sei dies die erste offizielle Reise seit 2020 als der Städtepartnerschaftsbeauftragte Markus Schmidt seinen Antrittsbesuch durchführte. Die Partnerschaft bestehe offiziell seit 1987, vorausgegangen sei eine bereits seit 50 Jahren bestehende Verbindung der Forchheimer Alpenvereins-Sektion mit der dortigen Alpenvereins-Ortsgruppe. Bei der Begrüßung der Delegation gratulierte Markus Schmidt (CSU) dem wiedergewählten Bürgermeister Ingo Mayr (SPÖ) zur Gemeinderatswahl Ende Februar 2022.

Bürgermeister Ingo Mayr (SPÖ): "Ich bin sehr froh, dass ihr da seid, eine ganz gemütliche und sehr sportliche Truppe. Es ist irrsinnig schön, dass wir uns seit langer Zeit treffen. Dass wir in größeren Gruppen zusammen sind, ist schon über zwei Jahre her. Unser geplanter schöner, großer Ausflug nach Forchheim heuer im Sommer ist eine gute Werbung für die neu gewählten Gemeinderätinnen und – räte. Wir werden zum Annafest kommen, aber wir planen auch, dass wir abseits vom Annafest uns Forchheim einmal anzuschauen. Die Erfahrung zeigt, dass das Annafest ein wunderbares Fest ist, aber da haben wir wenig Zeit zum Kommunizieren."

Kurz hätte Ingo Mayr die "Fortschritte seiner Gemeinde" skizziert: Das Tourismusaufkommen habe sich wieder mehr in die Sommermonate verschoben. Während in den vergangenen 20 Jahren vor allem der Wintertourismus dominierte, wanderten, kletterten und mountainbiketen die Gäste ihm zufolge vermehrt wieder im Sommer. Die Area 47 - ein Freizeitpark, der Outdooraktivitäten von Caving, Rafting, Mountain Bike, Flying Fox und Mega Swing bis zu Wakeboarden biete - sei ein "wirksamer Besuchermagnet", so Mayr.

Für Roppen sei es allerdings während der Pandemie sehr vorteilhaft gewesen, wirtschaftlich nicht ausschließlich vom Tourismus abhängig zu sein. Neben Obstanbau seien auch metallverarbeitende Betriebe ein wichtiger Industriezweig, erklärte der Bürgermeister.

"Am Sonntag besuchten die Delegationsteilnehmer den Gottesdienst in der Pfarrkirche. Der promovierte Pfarrer Johannes Laichner erläuterte den Erstkommunionkindern anschaulich das Gleichnis vom verlorenen Sohn, musikalisch eindrucksvoll untermalt vom Chor ‚The Voices‘. Anschließend stand ein Besuch im Pfarrcafé auf dem Programm, das einmal im Monat immer nach dem Gottesdienst abgehalten wird. Ins Leben gerufen wurde das Pfarrcafé von der Vinzenzgemeinschaft, ein sozialer Verein, der benachteiligten oder in Not geratenen Familien an Ort und Stelle hilft. Dieses Mal wurden die Spenden für Hilfe für die Ukraine gesammelt", berichtet das Komitee. 

Stadtrat Markus Schmidt: "Wir hatten drei wunderschöne Tage, die wir sehr genossen haben. Wir danken für die Einladung. Bei gemeinsamen Abendessen im Restaurant Stampfer und im Hotel zum Hirschen haben wir alte Kontakte erneuert, die neuen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte kennengelernt und viel miteinander gelacht. Wir freuen uns sehr auf den Gegenbesuch im Sommer."