Der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Kersbach kann auf die Zielgerade gehen: "Seit dem Jahr 2007 ein drängendes Thema, hat die Stadt Forchheim mit den Antrags- und Planunterlagen die Planfeststellung für das Rückhaltebecken beantragt. Ab sofort liegen die Antrags- und Planunterlagen aus", wie die Stadt Forchheim mitteilt.

Große Teile von Kersbach sowie große Bereiche der umliegenden Gemeinden wurden im Juli 2007 durch extreme Niederschläge überflutet. Die Bilanz waren enorme Schäden und die Vernichtung von Vermögenswerten. In Poxdorf ertrank eine Frau in ihrer Kellerwohnung.

Zum Hochwasserschutz des Stadtteils Kersbach soll deswegen südwestlich des Kindergartens ein Hochwasserrückhaltebecken erstellt werden.

Um den Hochwasserschutz für Kersbach zu gewährleisten, erhält das geplante Hochwasserrückhaltebecken (HWRB) ein Gesamtspeichervolumen von rund 51.000 Kubikmetern. Das Aushubmaterial soll dabei unmittelbar neben dem HWRB aufgeschüttet werden – und nicht kostenintensiv über weite Strecken transportiert und deponiert werden. Der dadurch entstehende Erdhügel wird unmittelbar nach dem Bau durch die Stadt Forchheim landschaftsplanerisch gestaltet und soll künftig als „Freizeithügel“ dienen.

Die Gesamtkosten liegen bei rund 6 Millionen Euro, 35 Prozent davon trägt die Stadt Forchheim, die restlichen 65 Prozent der Freistaat.

Die entsprechenden Antrags- und Planunterlagen liegen vom 12.1. bis 11.2. sowohl beim Stadtbauamt Forchheim, Birkenfelderstraße 2-4 als auch beim Landratsamt Forchheim in der Dienststelle Ebermannstadt, Oberes Tor 1, zur Einsichtnahme aus. Dabei sind die aktuell gültigen Corona-Regeln zu beachten.

Die Antrags- und Planunterlagen können auch im Internet unter https://www.lrafo.de/site/2_aufgabenbereiche/Natur_Umwelt/Wasserrecht/Bekanntmachungen/bekanntmachungen.php eingesehen werden. Etwaige Einwendungen, Äußerungen und Fragen sowie Stellungnahmen von Vereinigungen sind spätestens bis einen Monat nach Ablauf der Auslegungsfrist zu erheben. Mit Ablauf der Einwendungs- bzw. Änderungsfrist sind alle Einwendungen und Äußerungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titel beruhen.