Die Stahlhelme, die an einem Stand mit Militärklamotten angeboten werden, bleiben wohl an einem Sonntag wie diesem, der seinem Namen alle Ehre macht, ein Ladenhüter. Gefragter sind bei 30 Grad und wolkenlosem Himmel da schon eher die Strohhüte einer Händlerin aus Kulmbach. Sie kommt schon seit 45 Jahren nach Forchheim. Und sie weiß warum: "Die Kundschaft ist sympathisch - eine gute Mischung aus Stadt- und Landbevölkerung." Aber die erfahrene Fierantin weiß auch: "Kurz vorm Ersten ist's Leben am schwersten."

Dies und die Hitze sind allerdings nicht die einzigen Gründe, warum sich der Kundenzahl in Grenzen hält, an diesem Marktsonntag: "Bisher wurde immer der Markt mit dem verkaufsoffenen Sonntag kombiniert, aber der war diesmal bereits am vergangenen Wochenende. Und die Leut' fahren ja nicht zweimal hintereinander in die Stadt", beklagt Manuela Völkner die Handlungsweise der Stadtverwaltung. Und sie sei mit ihrer Meinung nicht alleine, versichert die Händlerin, die seit Jahren den Forchheimer Markt mit ihren Pferdewürsten besucht.