Da legte sogar Bürgermeisterin Anja Gebhardt Hand an. Zu unwiderstehlich waren die mehr oder weniger behaarten Wadeln der Männer, die sie als Jury-Mitglied beim Wettbewerb um die strammsten Männerbeine beurteilen durfte. Und für die Männerwelt traten die feschesten "Ehrabacher Madla" zum Wettstreit um das hübscheste Dekollete an.
Einfallen ließen sich diese Gaudi die Verantwortlichen des TSV Kirchehrenbach, die damit für ihr Weinfest einen absoluten Publikums-Magneten zu bieten hatten. Jeweils sechs Männer und sechs Frauen stellten sich dem Urteil der Jury. Bemerkenswert. Unter den Dekolletes war auch der Ausschnitt eines Mannes. Schließlich war das Ganze ja eine Mordsgaudi.
Die Aufmerksamkeit der Männerwelt galt vor allem den Mädchen, die unter dem Applaus des Publikums nacheinander in ihren feschen Dirndl-Kleidern aufmarschierten, sich vorstellten und dann "vermessen" wurden.
Doch nicht allein die Masse entschied. "Es geht um den harmonischsten Gesamteindruck, das hübscheste Erscheinungsbild", hatte die Jury bereits im Vorfeld erklärt. Auf jeden Fall gab es für die Männer jede Menge zu schauen und zu staunen.

Gewinnende Art

Die Jury entschied sich schließlich für die 21jährige Svenja Meußel, deren charmantes Lächeln wohl die Jury verzaubert hatte. "Die Konkurrenz war stark, aber ich hab's am besten hinbekommen", zeigt sich die Siegerin selbstbewusst.
Dem steht "Mister Wadl" in nichts nach. Hier hielt der Vorsitzende der Ehrabocha Kerwasburschen, Michael Pirmer die Konkurrenz auf Distanz. Hier überzeugten Waden-Umfang, Spannkraft und die gewinnende Art des Siegers.
Die gut 80 Besucher des Weinfestes , zu dem der TSV geladen hatte,waren sich einig in ihrem Urteil: Ein überaus gelungener Abend. Dazu trug auch das Partyduo Kiehfmann und Jack aus Wimmelbach bei, das für den musikalischen Teil des Abends verantwortlich zeichnete. Sie schafften es, die Vorurteile von Jugendlichen gegenüberder Volksmusik und die Vorbehälte älterer gegenüber der Rockmusik zu überwinden. aph