Im Bau- und Umweltausschuss erkundigte sich Thea Göller (CSU) danach, ob das alte Haus in der Hartmannstraße 7 immer noch keinen Käufer gefunden habe: "Alle potenziellen Käufer sind bisher abgesprungen", winkte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB) ab.

Die Mitglieder der entsprechenden Ausschüsse ließen sich von Georg Kötzner, Geschäftführer der Baustofffirma Höllien, die Pläne für die neue Asphaltmischanlage erklären: Die Zuschlagstoffe, zum Beispiel Diabas, Sand und Splitt - werden dann mittels digitaler Steuerung aus den Dosierern direkt in den Zwangsmischer gegeben und dort auf 200 Grad Celsius erhitzt.

Bis zu 240 Tonnen Asphalt

Für die nötige Temperatur sorgt eine Braunkohlenstaubfeuerung: "Das ist im Moment der billigste Brennstoff", versicherte Kötzner.
Er beteuerte, dass dank der großzügig ausgelegten Filter auch die Emissionen auf die Hälfte der momentanen Werte sinken würden. Die notwendigen Zertifikate muss der Hersteller im Landratsamt Forchheim vorlegen, damit die Baugenehmigung erteilt werden kann. Mit der neuen Anlage könnten künftig bis zu 240 Tonnen Asphalt pro Stunde gemischt werden können, statt wie bisher rund 90 Tonnen. "Nimmt das Verkehrsaufkommen dann auch um das Dreifache zu?" wollte Ute Pfister (BB) wissen. Im Endeffekt werde nicht mehr Asphalt produziert als vorher, entgegnete Kötzner: "Wir können ja deswegen nicht mehr einbauen", beruhigte Kötzner.

60 000 Euro für den Friedhof

Doch so ganz ließen sich die Mitglieder des Bauausschusses noch nicht davon überzeugen, dass die neue Anlage tatsächlich einmal weniger Staub verursacht. Einigen vorliegenden Bauvoranfragen und Bauanträgen stimmten die Räte anschließend schnell und einstimmig zu.

Auf etwa 60 000 Euro wird der Sanierungsbedarf bei der Aussegnungshalle auf dem Eggolsheimer Friedhof geschätzt: "Dann sind Türen, Fenster, Außenputz und Bodenbeläge erneuert", erläuterte Schwarzmann. Eine Erweiterung des Friedhofes, die wie vor Jahren einmal angedacht worden ist, sei dagegen längst kein Thema mehr: "Wir achten in der Verwaltung besser auf die Ruhefristen", erklärte Schwarzmann. Außerdem gehe der Trend ohnehin zu mehr Urnenbestattungen, die ihrerseits weniger Platz in Anspruch nähmen.

Schwarzmann ohne Einfluss

Im kommenden Jahr sollen die nötigen Mittel im Eggolsheimer Haushalt bereitgestellt werden, sodass die Sanierung dann begonnen werden können.

In einem anderen Punkt wollte ein Eggolsheimer nach dem Kauf eines Grundstücks die darauf stehende alte Scheune abreißen - der Marktgemeinderat hatte diesem Ansinnen zugestimmt. Doch das Landratsamt Forchheim entschied, die Scheune als erhaltenswert einzuordnen.

"Das Landratsamt hat das Interesse der Denkmalpflege höher gewertet", sagte Schwarzmann. Er selbst könne keine Einfluss auf die Entscheidung nehmen. Schwarzmann selbst hatte seinerzeit für den Erhalt der Scheune gestimmt.