Während der Sitzung des Marktgemeinderats in Eggolsheim stellte Werner Heckelsmüller vom Büro für räumliche und soziale Stadtplanung einen ersten Entwurf für die mögliche Gestaltungssatzung mit Förderrichtlinien für das Sanierungsgebiet der Eggolsheimer Ortsmitte vor. Er betonte die historische Wertigkeit des großen Ensembles, das in dieser Geschlossenheit nur noch in wenigen Orten vorhanden sei.

Bereits 1993 wurde der Ortskern der Marktgemeinde unter Ensembleschutz gestellt und fünf Jahre später eine Gestaltungssatzung verabschiedet. Mit der neuen Gestaltungssatzung soll der räumliche und sachliche Geltungsbereich genauer bestimmt werden, führte Heckelsmüller aus. Damit seien für private Hausbesitzer großzügige Förderungen möglich, wenn sie Leerstände umnutzen oder sanieren und neu nutzen, aber auch, wenn sie die vorhandene Bausubstanz sichtbar verbessern und die Haustechnik erneuern wollen.

Heckelmüller erläuterte Fördermöglichkeiten und rechnete anhand von Beispielen vor, wie hoch diese für private Hausbesitzer ausfallen könnte. "Sollen Zuschüsse gewährt werden, müssen sämtliche Maßnahmen bei der Gemeindeverwaltung gemeldet werden", stellte Heckelsmüller fest. Eine Gestaltungsfibel soll den Gebäudeeigentümern bei der Auswahl der Fenster, Türen und Dachziegeln helfen.

Sichtbare Strukturen

"Diese Gestaltungssatzung bildet die Grundlage, um die vorhandenen Strukturen sichtbarer zu machen", appellierte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB) an die Marktgemeinderäte. Jeder, der im Sanierungsgebiet wohnt, kann einen Antrag auf Förderung stellen. Das gilt auch, wenn keine Förderung in Anspruch genommen wird: Bei jeder baulichen Veränderung, die außen am Haus stattfindet, müssen ein Antrag gestellt und der Kreisheimatpfleger eingeschaltet werden. Dem Richtungsbeschluss stimmten 16 von 19 anwesenden Marktgemeinderäten zu. Das mit der Gestaltung des Parkplatzes am Gemeindezentrum beauftragte Planungsbüro legte der Verwaltung einen Entwurf vor, der in dieser Sitzung vorgestellt wurde. Mit einer Gegenstimme nahmen die Marktgemeinderäte die Planung zur Kenntnis und beauftragten die Verwaltung, mit der Regierung von Oberfranken mögliche Förderungen abzustimmen.

Bebauungsplan

Mit den Planungsleistungen für den Bebauungs- und Grünordnungsplan Eggolsheim in der Bahnhofsiedlung Nord-Ost beauftragten die Marktgemeinderäte das Büro Höhnen und Partner aus Bamberg. Die Kosten liegen voraussichtlich bei 26.952 Euro. Die Gewerbe- und Wohnbaugesellschaft Eggolsheim (GWE) stellte einen Bauantrag zum Umbau des Dachgeschosses im Lindnergebäude - die Marktgemeinderäte stimmten einhellig zu.

P-&-R-Anlage am Bahnhof

Da im Januar die bei der Regierung von Oberfranken beantragten Zuwendungen für die Ausführung der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof in Eggolsheim zugesagt wurden, beauftragten die Marktgemeinderäte die Ingenieurgesellschaft Steinbacher-Consult aus Neusäß mit der Ausführung.