Was in vielen Gemeinden kaum mehr jemand hinterm Ofen hervorlockt, ist in Lilling ein historischer Moment. Denn das hat es in der 810 Jahre alten Geschichte noch nicht gegeben: die Einweihung des Spielplatzes. Die Kinder der Gemeinde machen es sich bei herrlichem Sonnenschein gemütlich, stapfen den kleinen Hügel hinauf, um auf ihrer grünen Rutsche ein bisschen Fahrtwind zu erhaschen, oder erklimmen einen Reifen, um mit der Seilbahn die Länge des Spielplatzes zu durchsausen. Das Wipptier nickt synchron mit den Bewegungen des Reiters.

Auch Pfarrer Josef Pingold war zur Einweihung des Spielplatzes gekommen. Dass dies ein Platz des Miteinanders, des gemeinsamen Spielens und der Freundschaften wird, wurde schon bei der Feierstunde augenblicklich klar.

5000 Euro von der Stadt

Susanne Pingold, die zusammen mit Maria Meier die Initiatorin des Spielplatzes ist, entdeckt bei der Feier auch den Lillinger Hans Friedrich. "Ohne ihn würde es den Spielplatz nicht geben", sagt Pingold. Viel Einsatz und Initiative seien ihm zu verdanken.

Auch einige Stadträte waren zur Einweihungsfeier gekommen. Die Stadt hat den Bau des Spielplatzes mit 5000 Euro unterstützt. 4500 Euro kosteten alleine die Seilbahn, die Balancieranlage und das Wipptier. Doch das kleine Dorf durfte sich noch über andere Geldspenden freuen. Unter anderem kaufte Stadträtin Elisabeth Meinhardt (SPD) ein Spielteil. Stadtrat und Metzgermeister Hans Derbfuß (CSU) steuerte derweil die Bratwürste bei.

Segen vom Pfarrer

Insgesamt 10.000 Euro und 300 Stunden ehrenamtliches Arbeiten wurden in den Bau des Lillinger Spielplatzes investiert.

Susanne Pingold bedankte sich bei dieser Gelegenheit nochmals bei der Feuerwehr und der ortsansässigen Firma Kögel. "Betonfundamente gießen und die Seilbahn ziehen, das hätten wir nicht gekonnt", bedankt sich Susanne Pingold. Deren Onkel, der Neunkirchner Pfarrer Josef Pingold, segnete den neuen Spielplatz und auch die Kinder.