Die Delegierten des CSU-Kreisverbandes Forchheim haben im Sportheim der DJK Weingarts die Kreistagsliste für die Kommunalwahlen 2020 aufgestellt. CSU-Kreisvorsitzender und MdL Michael Hofmann begrüßte auch im Namen seiner Stellvertreter Stefan Förtsch, Gisela Steinlein und Martin Walz den Landrat Hermann Ulm und Bezirksrat Ulrich Schürr sowie Vertreter der Frauen-Union, der Senioren-Union und der Jungen Union. Hofmann sagte, dass ihn das Personalangebot stolz mache. Man habe es sich bei der Aufstellung der 60 Listenplätze nicht leicht gemacht. "Ehrlich gesagt, glaube ich, ein bisschen ahnen zu können, wie da Jogi Löw mitunter fühlt", meinte der Landtagsabgeordnete. Sein besonderes Lob galt Landrat Hermann Ulm, der in den letzten Jahren fantastische Arbeit geleistet habe und die Weichen des Landkreises für eine gute Zukunft gestellt habe. "Es muss unser Anspruch sein, alle Regionen dieses Landkreises auf unserer Liste abzubilden", forderte Hofmann. Man müsse es hinbekommen, auch die kleineren Gemeinden auf der Liste wiederzufinden, was bei 29 Gemeinden und 60 Plätzen naturgemäß schwierig sei. Aber keine Region werde abgehängt. Das gelte bei einer Volkspartei auch für Unternehmer und Arbeitnehmer mit den vielen verschiedenen Berufssparten. "Wir bilden die Gesellschaft, wir bilden den Landkreis ab, wir vertreten die Menschen unserer Heimat, weil wir mitten unter ihnen sind", fasste Hofmann den Anspruch zusammen. Er forderte, den finanziellen Konsolidierungskurs fortzusetzen, in Bildung und Infrastruktur zu investieren, den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) auszubauen, wo er erfolgreich und notwendig sei, aber auch kritisch zu hinterfragen, wo er nicht effizient und nicht angenommen werde. "Wir müssen weiblicher werden", stellte Hofmann fest. Er lehnte aber ein Reißverschlussverfahren für die Aufstellung der Liste ab. Nicht die Quantität mache es, sondern die Qualität. Umso mehr freue man sich, unter den ersten zehn Kandidaten vier qualifizierte Frauen zu haben: Rosi Kraus aus der Landwirtschaft, Gisela Steinlein aus dem Handwerk, Martina Hebendanz als Brauerin sowie Kerstin Glaser als Juristin. Männer und Frauen sähen die Dinge unterschiedlich, meinte Hofmann. Deshalb sei es so wichtig, Frauen für die Politik zu begeistern.

Ringen um die Plätze

Um die Listenplätze sei laut Michael Hofmann heftig gerungen worden. Bekanntheit spielte bei der Erstellung eine Rolle. So haben 21 Kreisräte ihre Bereitschaft erklärt, zur Verfügung zu stehen. Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte sind für die nächste Ebene im Landkreis zur Verantwortung bereit, mehr als die ersten 20 Listenplätze hergeben. Schließlich hob Hofmann die vielen Möglichkeiten hervor, die das Kommunalwahlsystem in Bayern wie in keinem anderen Bundesstaat biete. Stimmen häufeln, Kandidaten unabhängig von der Reihenfolge berücksichtigen, quer über alle Listen hinweg Stimmen vergeben, das sind vielfältige Möglichkeiten, wenn es auch den Wahlvorgang komplizierter mache. "Also bei allem Verständnis für den richtigen Listenplatz, der Erfolg hängt von vielen Faktoren ab", schloss Hofmann seine Rede.

Statement des Landrats

Hermann Ulm bezeichnete in seinem Grußwort das Ergebnis der Versammlung als wichtig für die nächsten Jahre, vor allem, dass die Wahlliste die ganz Palette des Landkreises an Kandidaten enthalte. Er verwies auf die vielen Projekte mit einem jährlichen Haushaltsvolumen von 120 Millionen Euro. Projekte wie der Neubau Landratsamt, Sanierung von Schulen oder auch Radwege seien realisiert worden. Da sei die Qualifikation der Mitwirkenden besonders wichtig.

Der Wahlausschuss

Dem Wahlausschuss für die folgende Wahl gehörten neben Vorsitzendem Michael Hofmann Elif Weitzenfelder, Stefan Förtsch, Gisela Steinlein und Martin Walz an. Abgestimmt wurde in drei Blöcken mit jeweils 20 Kandidaten. Die Plätze 1 bis 20 belegen: Hermann Ulm, Rosi Kraus, Michael Hofmann, Ulrich Schürr, Gisela Steinlein, Edwin Dippacher, Martina Hebendanz, Kerstin Glaser, Martin Walz, Gerhard Schmitt, Hermann Greif, Stefan Förtsch, Christine Berthold, Rainer Schmeußer, Diana Könitzer, Konrad Rosenzweig, Maria-Luise Lehnard, Franz Streit, Benedikt Graf von Bentzel, Birgit Knörlein.

Platz 21 bis 40: Martin Mehl, Hans Derbfuß, Karl-Heinz Fleckenstein, Eduard Nöth, Hans-Jürgen Dittmann, Gerhard Amon, Tanja Rost, Eduard Ulm, Stefan Lang, Thomas Schuster, Bernd Ruppert, Oswald Siebenhaar, Bernd Drummer, Ralf Bauer, Reinhold Otzelberger, Sabine Schell, Markus Grüner, Paul Steins, Hedwig Güthlein, Sigrid Hübschmann.

41 bis 60: Thomas Werner, Tanja Schell, Georg Hötzelein, Heinrich Freiherr von Pölnitz, Susanne Braun-Hofmann, Cornelia Eismann, Manfred Hänchen, Armin Spatz, Sandra Schmitt, Helmut Pfefferle, Corina Grimm, Thomas Regenfus. Irina Adelmann, Daniel Trübenbach, Alexandra Nägel, Georg Lang, Erich Herzog, Johannes Götz, Evi Friedrich, Markus Zeiß.

Die Ersatzleute

Die 60 Kandidaten wurden mit über 90 Prozent der Stimmen gewählt. Zu Kandidaten-Ersatzleuten wurden in folgender Reihenfolge gewählt: Reinhard Friedrich, Stefan Ritter, Katja Steinbrenner und Hans Daut. Wenn ein Listenkandidat ausfällt, nimmt der Ersatzmann in der Reihenfolge seinen Platz ein. Als Wahlbeauftragter wurde Edwin Dippacher bestimmt, dazu 16 Unterzeichner des Wahlvorschlags. Martin Walz und Stefan Förtsch unterzeichneten die Niederschrift. Ulrich Schürr lud in seinem Grußwort noch zu einer Bezirksfahrt, die auch als Bildungsfahrt gilt, am 15. Oktober ein. Es sind noch Plätze frei. Startpunkt ist um 8 Uhr am Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim.