Am Dienstag um 18.30 Uhr bekam Bürgermeister Helmut Krämer (CSU/Einigkeit) einen Anruf vom Bamberger Landrat Johann Kalb (CSU), der ihm mitteilte, dass Brunn beim Bezirksentscheid des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden" für die Kategorie bis 600 Einwohner Silber erhalten hat. Mit Sekt machte sich Krämer gleich auf den Weg nach Brunn.

Dort war der Großteil des Ortes gerade bei den Vorbereitungen zur Kerwa, die am Wochenende stattfinden wird. Und so konnte der Bürgermeister mit vielen Bürgern des Heiligenstadter Ortsteils anstoßen und zum "riesigen Erfolg der ganzen Ortschaft" gratulieren.


Gutes Miteinander

"Mit Gold hat eh keiner bei uns gerechnet. Aber wir waren trotzdem sehr überrascht, dass wir so gut abgeschnitten haben", erzählt der Ortsvorstand des Bayerischen Bauernverbandes, Klaus Stadter.
Er ist stolz auf die Brunner, denn die Bürger hätten mit viel Fleiß und ohne große Zuschüsse viel für den Ort getan. "Das Miteinander ist einfach wichtiger als alles andere", so Stadter. Das bestätigt auch Bernadette Klein, Gruppenführerin der Damengruppe bei der Freiwilligen Feuerwehr Brunn. "Wenn wir nicht zusammenhalten würden, könnten wir die vielen gemeinschaftlichen Plätze und Gebäude gar nicht in Schuss halten."

Zum Beispiel werde zweimal im Jahr die Kirche gemeinschaftlich gründlich geputzt. Oder die öffentlichen Grünflächen; auch hier kümmern sich alle darum, dass es schön aussieht. Bernadette Klein erzählt, dass die Bürger gar nichts Besonderes für den Entscheid getan haben: "So wie wir sind, so sind wir halt. Nur wenn alle zusammenhelfen, kann das Dorf weiterleben." Wichtig sei auch, dass sich die jungen Leute integrieren. Und das funktioniere in Brunn ebenfalls. Denn in Brunn wird nicht nur gemeinsam gearbeitet, sondern eben auch gemeinsam gefeiert.