Die alte zweibogige Sandsteinbrücke am Mittleren Bühl, über die der Heilige Nepomuk wacht, ist denkmalgeschützt. Leider ist sie auch sanierungsbedürftig. Die Verwaltung ist bemüht, den Umfang der notwendigen Arbeiten festzustellen und herauszufinden, wie hoch die Kosten für Instandsetzung und Ertüchtigung sein würden. Vor allem muss geklärt werden, ob die Brücke saniert werden kann oder ersetzt werden sollte.

Nachdem mehrere Angebote für die Erstellung eines Gutachtens eingeholt worden waren, beauftragte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ein Ingenieurbüro in Lauf an der Pegnitz mit dieser Aufgabe. Die Kosten dafür werden sich auf rund 1800 Euro belaufen.

Zu Beginn der Sitzung gratulierte Bürgermeisterin Kathrin Heimann im Namen aller Räte gemeinderat Matthias Fischbach (DEL) zu seinem Erfolg bei den Landtagswahlen. Der 30 Jahre alte studierte Volkswirt und Unternehmensberater hat im Wahlkreis Erlangen-Stadt für die FDP kandidiert. Er will sich, wie zu hören war, in Zukunft voll auf die Politik konzentrieren, um seinen Aufgaben als Gemeinderat und Landtagsabgeordneter voll gerecht zu werden. Deshalb werde er zwischen Effeltrich, Erlangen und München pendeln müssen und sicher des Öfteren kaum Zeit haben, Ess- oder Trinkbares einzukaufen, scherzte Bürgermeisterin Heimann. Um dem abzuhelfen, überreichte sie ihm eine Palette mit ausgewählten fränkischen Bieren und einen Effeltricher Porzellan-Bierkrug.

Silke Schür, die Leiterin der Grundschule Effeltrich warb in in der Sitzung für die Teilnahme am Förderprogramm "Digitales Klassenzimmer". Dieses Programm ist seit Juli 2018 in Kraft; gefördert werden bis zu 90 Prozent der anfallenden Kosten, maximal 50 000 Euro. Allerdings muss der Förderantrag bis zum Jahresende gestellt werden.

Voraussetzung ist, dass es an der Schule ein Medienkompetenz-Team gibt, das ein Medienkonzept ausgearbeitet hat. Schulleiterin Schür stellte den Räten dieses Konzept vor. Sie erläuterte unter anderem, dass zurzeit für die fünf Lehrkräfte, die vier Klassen mit insgesamt 74 Schüler und die Verwaltung nur 18 vernetzte PC und ein Laptop zur Verfügung stehen: Beamer, Whiteboard, CD-Player und Lautsprecher in den Klassenzimmern fehlen. Dabei könne man mit Hilfe einer modernen Medienausstattung beispielsweise in den Klassen 1 und 2 die Basiskompetenzen, also Computerbedienung und einfache Texterstellung, vermitteln und in den Klassen 3 und 4 produzierende und präsentierende Tätigkeiten wie Plakaterstellung, Bildbeschriftung, Vortragsvorbereitung und Umgang mit Quellen.

Eine Umfrage habe ergeben, dass die Lehrer ihren Unterricht zu Hause schon weitgehend digital vorbereiten, ihn dann aber für die Schule auf die analoge Ebene, also Tafel und Arbeitsblätter, übertragen müssen, da die digitale Ausstattung fehlt. Zum Schluss ihres Vortrages präsentierte Silke Schür eine Liste der Dinge, die als Ausstattung für das Klassenzimmer der 4. Klasse unbedingt angeschafft werden müssten, etwas Smartboards, ein Soundsystem, iPads für die Schüler nebst Ladekoffer für die iPads, neue PC, ein Farbdrucker und Lern-Software.

Falls die Schule an dem Förderprogramm teilnehme, so Silke Schür, würden für ein Klassenzimmer 7400 Euro Fördergelder ausgeschüttet; die Gemeinde müsste noch 740 Euro zuschießen, allerdings auch bei der Bezahlung der Ausstattung zunächst in Vorleistung gehen.

Die Räte waren sich einig, dass die digitale Ausstattung der Schule in Angriff genommen werden müsse. Sie beschlossen einstimmig, ab 1. November 2018 am Förderprogramm teilzunehmen und beauftragten die Verwaltung, den Antrag zu stellen. Außerdem wurde dem Medienkonzept-Team erlaubt, Ausstattungsgegenstände für insgesamt höchstens 8000 Euro zeitnah zu bestellen, damit die 4. Klasse möglichst bald in den Genuss der modernen Ausstattung kommen kann.

Auf dem Friedhof in Gaiganz, der vergrößert und neu gestaltet werden soll, muss auch das Leichenhaus instand gesetzt werden. Der beauftragte Landschaftsarchitekt hatte dafür das Architekturbüro Wilde (Erlangen) empfohlen.

Wolfgang Wilde hatte sich vor Ort das Leichenhaus und das WC im Untergeschoss angeschaut. Vor allem Letzteres stellt ein Problem dar, da der Raum zu niedrig ist und die Wände nicht gegen Feuchtigkeit isoliert sind. Jede Sanierung wäre im Grunde vergeblich und müsste nach ein paar Jahren wiederholt werden.

Der Architekt hatte deshalb vorgeschlagen, im Bereich des Vorplatzes eine Art Anbau entstehen zu lassen und dort das WC unterzubringen. Er werde aber noch nach einer Verbesserung dieser Lösung suchen, sollte er den Auftrag bekommen. Mittlerweile liegt auch ein Kostenvoranschlag vor.

Deshalb beauftragte der Gemeinderat das Architekturbüro Wilde einstimmig, die Betreuung der Hochbauarbeiten am Leichenhaus zum angebotenen Preis in Honorarzone III zum Mindestsatz zu übernehmen.