Schwarze Gewitterwolken hingen am Samstagnachmittag tief über dem Festivalgelände am Ebser Freibad, als die erste Band die Bühne betrat. Mit harten Basstönen und schnellem Streetpunk vertrieb aber die heimische Band "Polecats" die düsteren Regenwolken und ließ die Sonne zum Vorschein kommen.

Weiter ging es mit den Jungs von Fox Named King, Tune Circus und Zico. Obwohl sich viele Festivalbesucher noch ein wenig Zeit ließen, vom Zeltplatz herüberzukommen, heizten die Bands dem gut gelaunten Publikum bereits kräftig ein.

Als Geheimtipp entpuppte sich der "Raggamuffin-HipHop"-Sänger mit dem wilden Afro-Look, Nasou. Lässig, mit Rucksack auf dem Rücken, betrat der Rapper die Bühne und animierte das stetig größer werdende Publikum zum mitmachen: "Alle Hände von links nach rechts". HipHop-typisch bewegten daraufhin die Zuschauer ihre Hände und ließen sich von seiner Musik
mitreißen, die ein wenig an Chartstürmer Cro erinnert.

Roch'n Roll und Blasmusik

Die Moderatorin des Abends kündigte anschließend die Ska-Band Django S. an. " Das S steht für sexy, schön und super Stimmung", versprach sie. Tatsächlich haben die nackten Oberkörper der sieben Künstler aus Oberbayern diese Ankündigung erfüllt. Ihre Mischung aus Ska, Rock'n Roll und Blasmusik brachten sie mit bayrischen Charme auf die Bühne und überraschten die Zuschauer mit russischen Texten. Durchweg sympathische Jung, sowohl auf als auch hinter der Bühne.

Um 21 Uhr war es dann soweit: Der Mann mit Vollbart und Sonnenbrille als Markenzeichen, MC Fitti, betrat die Bühne. Da er sich tagsüber im Ebsermare ausgiebig entspannt hatte, startete er energiegeladen und gut gelaunt seine schrille Show mit einem bunten Konfetti-Regen. Mit seinem witzigen Party-Sprechgesang hat er sich in letzter Zeit in Deutschland einen Namen gemacht und begeisterte damit auch das Publikum in Ebermannstadt.
Magische Momente gab es beim Auftritt von Bosse. Mit seinen tiefsinnigen Texten und seiner authentischen Art berührte er das Publikum. "Der krönende Abschluss eines tollen Festivals", schwärmte die 17-jährige Katja.

Laut Polizei verlief der Abend ruhig. Die Jugendkontaktbeamten waren sehr erfreut über die gute Organisation des Abends. "Wir haben ein schönes Festival gesehen und haben sehr viel positives Feedback bekommen - vor allem auch von den Künstlern", sagte Veranstalter Andreas Kirchner am Sonntag beim Abbau der Bühne.