Die Corona-Mutanten sind weiterhin auf dem Vormarsch. Deutschlandweit macht die Virusvariation aus Großbritannien "B.1.1.7" mittlerweile den größten Teil der Infektionen aus: Aktuell wird die Mutation in 72 Prozent aller Proben in Deutschland gefunden. Das berichtet das Robert-Koch-Institut. Die oberfränkischen Landratsämter bestätigen, dass der Anteil der Mutationen steigt.

Während der Anteil der Corona-Mutanten in manchen Regionen der Bundesrepublik nur bei 20 Prozent liegt, macht er in vielen Gebieten den größten Teil der Infektionen aus. Auch zwischen den oberfränkischen Regionen Bamberg, Forchheim, Lichtenfels und Wunsiedel im Fichtelgebirge variiert die Präsenz der Mutanten stark. Die Tendenz ist jedoch überall gleich: steigend. Das berichten die jeweiligen Landratsämter auf Anfrage von inFranken.de.

Corona-Mutanten in Bamberg: Fast ausschließlich britische Variante

In Bamberg konnten seit Beginn des Jahres circa 200 Corona-Mutanten ausgemacht werden. Wie das Landratsamt mitteilt, handelt es sich dabei fast ausschließlich um die britische Variante "B.1.1.7".

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Die Mutation aus Großbritannien macht in der Region Bamberg aktuell einen Anteil von 35 bis 40 Prozent aus. Das Landratsamt geht jedoch davon aus, dass der Anteil weiterhin steigen werde. Die mutierten Virusarten seien durchaus auf dem Vormarsch.

Aktuell sind in der Region Bamberg 227 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Alle positiven Testergebnisse werden auf die Mutationen überprüft, erklärt das Landratsamt. Zuletzt wurden in der Region zwei Dutzend Corona-Fälle in verschiedenen Einrichtungen nachgewiesen. Nach der Stadt drohen nun auch dem Landkreis Bamberg wieder verschärfte Corona-Maßnahmen.

Forchheim: Knapp die Hälfte aller Corona-Infektionen durch Mutation

In Forchheim wurden innerhalb der Mutationen bisher nur Fälle der britischen Corona-Variante nachgewiesen. Erstmals wurde im Januar ein Mutant bestätigt. Aktuell machen die Corona-Mutationen fast die Hälfte aller Infektionen aus.

Im Januar waren nur etwas mehr als fünf Prozent der Infektionen Mutationen. Doch schon im Februar machte die englische Variante 51,8 Prozent der Corona-Infektionen aus. Bis zum 15. März 2021 wurde diesen Monat bei 134 von 301 positiv getesteten Personen die Mutation nachgewiesen - das sind etwa 44,5 Prozent.

Auch in Forchheim werden alle positiv getesteten Personen auf Mutationen untersucht - aktuell sind 216 Personen im Landkreis Forchheim mit dem Coronavirus infiziert. Im Landkreis sind die Inzidenzen zuletzt auf über 100 angestiegen, weshalb Schulen und Kitas nächste Woche wieder geschlossen bleiben müssen.

Corona-Mutanten im Landkreis Lichtenfels: Aktuell 42 Infizierte

Im Landkreis Lichtenfels wurde von aktuell 182 infizierten Personen 42 Mal die britische Coronavirus-Mutation nachgewiesen. Am 6. Februar 2021 konnte die Mutation zuerst nachgewiesen werden, teilt das Landratsamt mit.

Mittlerweile macht die britische Corona-Version 23,1 Prozent der Infektionen im Raum Lichtenfels aus. 16 Menschen, die mit der Variante infiziert waren, gelten inzwischen als genesen. 42 Bürger sind derzeit noch mit der Mutation aus Großbritannien infiziert.

Wie in Bamberg und Forchheim werden in Lichtenfels fast alle positiven Proben auf die Mutationen überprüft. Während in Forchheim Schulen und Kitas wieder schließen, dürfen die Kinder in Lichtenfels ab Montag wieder in den Präsenzbetrieb wechseln.

Wunsiedel im Fichtelgebirge: Anteil der Corona-Varianten bei rund 70 Prozent

Im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge sind mit Stand vom Montag (15. März 2021) 795 Corona-Mutationen nachgewiesen worden. Das ergibt einen prozentualen Anteil von rund 70 Prozent aller Corona-Infektionen.

Einen Großteil davon macht die britische Variante aus. Bereits seit einigen Wochen befindet sich die Mutation in Wunsiedel auf dem Vormarsch. Vereinzelt wurden laut Landratsamt auch bereits die Varianten "B.1.177" und "B.1.160" festgestellt.

Von 4182 Corona-Fällen gelten 846 als Mutations-Verdachtsfälle. Alle positiven Testergebnisse werden auf die Mutationen untersucht. Im Raum Wunsiedel hat es zuletzt mehrere Anrufe gegeben, bei denen sich ein Betrüger als Arzt ausgab und Geld von den Angehörigen von Corona-Patienten verlangte.

Corona-Mutationen: Ende der Quarantäne nur mit negativem Test

Wenn bei einem infizierten Menschen eine Virusmutation nachgewiesen wird, ändert sich durch eine Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit auch das Procedere für die Quarantäne: Statt zehn Tagen muss sich ein mit der Mutation Infizierter für mindestens 14 Tage in Quarantäne begeben. Eine Entlassung aus der Quarantäne ist nur mit einem negativen Test möglich, der frühestens am 14. Tag stattfindet.

 

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