Kirschblüte in der Fränkischen Schweiz startet: Wichtige Hinweise für Besucher

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Endlich: In der Fränkischen Schweiz beginnt die diesjährige Kirschblüte. Was Besucher, Wanderer und Kirschblütenfans beachten sollten.

Es ist ein vergängliches Vergnügen: Jedes Jahr zieht es etliche Besucher in die Fränkische Schweiz, wenn die Kirschbäume blühen. Der März hat mit Temperaturen im zweistelligen Bereich und viel Sonne für optimale Bedingungen gesorgt - jetzt ist es endlich soweit: Die "5. Jahreszeit" ist angebrochen, wie sie in Pretzfeld genannt wird.

Für die Kirschblütensaison 2026 erwartet die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz wieder "zahlreiche Besucher aus nah und Fern".  Was Besucher beachten sollten.

Laut "Blütenbarometer": Kirschblüte in Fränkischer Schweiz beginnt

Die Blüte selbst erreicht nur für einen kurzen Zeitraum ihren Zenit. Daher ist es wichtig zu wissen, wann die Blüten aufgegangen sind und sich eine Fahrt in die "Fränkische" lohnt. Hilfreich dabei ist das Blütenbarometer auf der Tourismus-Website der Fränkischen Schweiz. Dieses zeigt das jeweils aktuelle Entwicklungsstadium der Bäume, von der Knospe bis zur Ernte. Inzwischen zeigt das Barometer auf das Stadium "Blüte" (Stand: 10.04.2026). 

Unterschieden wird dabei nach dem Blütenstadium im "Unterland" auf etwa 300 Höhenmetern und dem Blütenstadium im "Oberland" auf etwa 500 Höhenmetern. In höheren Lagen - wo die Spätsorten wachsen - dauert es immer etwas länger. Im niedrigeren Unterland hat die Blüte bereits begonnen. Die Vollblüte wird in wenigen Tagen erreicht sein. Im Oberland sind die Knospen aktuell noch geschlossen (Stadium "Ballon") - dort braucht es also noch etwas Geduld.

Normalerweise beginnt diese Zeit gegen Mitte bis Ende April. Vergangenes Jahr kam die Kirschblüte jedoch früher als sonst. Grund dafür waren hohe Temperaturen, hieß es dazu im Frühjahr 2025 von der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz. Der genaue Zeitpunkt schwankt zwar, aber sicher ist: Die Landschaft rund um das Walberla verwandelt sich jedes Jahr wieder in ein weißes Blütenmeer. Die malerische Kulisse zieht dann Fotografen und Naturliebhaber gleichermaßen an. Aber auch für Familien ist es ein tolles Ausflugsziel. Hier findet man die schönsten Bilder des weißen Blütenmeers von letztem Jahr.

Tourismuszentrale mit Hinweisen zu Parksituation

Laut der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz komme es "gerade an den Wochenenden (...) zu einem erhöhten Besucheraufkommen". Besucher werden daher darum gebeten, ausschließlich die ausgewiesenen Parkflächen zu nutzen. Der Markt Pretzfeld stelle hierfür zusätzliche Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Von allen Stellplätzen aus sei ein direkter Einstieg in die beliebte Rundwanderung „Kirschenweg“ problemlos möglich, heißt es von der Tourismuszentrale in einer aktuellen Pressemeldung. Weiterhin warnen sie davor, "Fahrzeugen am Straßenrand außerhalb geschlossener Ortschaften" abzustellen - das könnte nicht nur zu "gefährlichen Verkehrssituationen führen", sondern auch "ordnungsrechtlich geahndet werden".

Als Alternative wird die Anreise mit dem ÖPNV empfohlen. Von Forchheim aus könne man per Agils-Bahn "direkt ins Kirschblütenparadies" fahren – Ausstiegsmöglichkeiten gibt es in Kirchehrenbach, Pretzfeld und Ebermannstadt. 

Rundwanderung und Einkehrmöglichkeiten entlang des Kirschenlehrpfads

Wer Bewegung nicht scheut, für den ist Frühling die beste Zeit, um den Pretzfelder Kirschenweg zu laufen: Der Rundweg von rund zehn Kilometern Länge ist gesäumt von blühenden Kirschbäumen und gut ausgeschildert. Die Wanderung dauert dabei etwa drei Stunden.

Nebenbei lernt man durch Infotafeln einiges über den Kirschenanbau und das Gebiet. Schon vorab interessant zu wissen: Die Fränkische Schweiz gehört zu den größten geschlossenen Kirschenanbaugebieten in Deutschland. Etwa 200.000 Kirschbäume verteilen sich dort auf 2.500 Hektar Anbaufläche.

Für Wanderer, die ihre Tour mit einer Rast kombinieren möchten, bieten sich zwei Möglichkeiten an: der Gasthof Mühlhäuser in Wannbach (Ruhetage sind Mittwoch und Donnerstag) oder der Pretzfelder Keller, der bei gutem Wetter vom 1. April bis Mitte Oktober täglich geöffnet ist. Vom Pretzfelder Keller aus eröffnet sich ein außergewöhnlicher Ausblick auf die umliegende Ortschaft und die charakteristischen Kirschbäume.

Wie die Pressestelle der Tourismuszentrale außerdem bekannt gab, gibt es neben der bestehenden Gastronomie "an Wochenenden bei gutem Wetter" auch im Pfarrhof Pretzfeld sowie in Wannbach, unweit des Wanderparkplatzes, zusätzliche Verpflegungsmöglichkeiten. Sanitäre Anlagen stehen ebenfalls zur Verfügung. 

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Vorschaubild: © Markt Pretzfeld /Bgm. Steffen Lipfert; Tourismuszentrale Fränkische Schweiz