Nach dem Brand einer Flüchtlingsunterkunft im oberfränkischen Gößweinstein (Landkreis Forchheim) hat die Polizei vorerst keine Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat gefunden. Da der Auslöser des Feuers jedoch zunächst völlig unklar blieb, betonte ein Polizeisprecher: "Wir schließen keine Ursache aus."
Bereits am Samstagvormittag waren Brandfahnder mit Spürhunden sowie ein Spezialist des Landeskriminalamtes vor Ort gewesen. Die Ermittlungen in dem völlig ausgebrannten und einsturzgefährdeten Haus gestalteten sich jedoch schwierig.

Selbst wann und in welchem Raum das Feuer in der Nacht zum Samstag ausgebrochen war, blieb zunächst unklar. Der Schaden an dem ausgebrannten Gebäude beträgt nach Polizeiangaben rund 100 000 Euro. In dem zweistöckigen Haus lebten acht Asylbewerber. Sie konnten sich rechtzeitig aus der ehemaligen Gaststätte ins Freie flüchten. Nachdem die Flüchtlinge zunächst in ein Krankenhaus gebracht worden waren, konnten sie die Klinik inzwischen wieder verlassen und zogen in andere Einrichtungen um.

In Asylunterkünften kommt es immer wieder zu Bränden, etwa durch technische Defekte oder zu heißes Fett in der Küche. Im vergangenen Jahr haben sich nach Zahlen des Bayerischen Innenministeriums allerdings auch Angriffe auf Asylunterkünfte im Freistaat verdreifacht.