Forchheim Die Gymnasiasten machen sich schon seit Wochen Sorgen wegen ihres Volley-Ball-Spielfeldes neben der Herder-Halle. Den Schülern war zu Ohren gekommen, dass der Landkreis neue Parkplätze bauen will und dass es in der Kreis-Verwaltung Pläne gebe, das Spielfeld in einen Parkplatz zu verwandeln. Dem FT hatte Reinhold Göller (beim Landkreis für "Zentrale Angelegenheiten" zuständig) vergangene Woche gesagt, dass man sich in der Verwaltung "Gedanken macht", wo neue Parkplätze entstehen könnten.

Weil ja das Gebäude des Landratsamtes erweitert werde und da auch am verkauften Löschwöhrd-Gebäude Stellplätze entfielen, habe die Suche begonnen: Jede Fläche, die im Besitz des Kreises sei, werde in die Überlegung einbezogen. Auch das Volley-Ball-Feld der Gymnasien liege auf Kreis-Grund. Aber, versicherte Reinhold Göller: "Dort wird kein Parkplatz gebaut."

Im Kreisausschuss am Donnerstag nun kam das Thema erneut auf: "Wird der Landkreis neben der Herder-Halle einen Parkplatz bauen?", fragte Karl Waldmann. Der Grüne-Kreisrat war aus zwei Gründen besorgt: Zum einen würde durch einen Parkplatz-Bau die Spielfläche zerstört, "die die Schüler mit Sponsoren-Geldern hergestellt haben".

Zudem befürchtet Karl Waldmann in der Ruhalmstraße ein Verkehrschaos. "Die Verkehrssituation in der Ruhalmstraße ist schon jetzt eine Zumutung." Göller sagte Waldmann im Kreisausschuss: "Vorüberlegungen für den Bau eines Parkplatzes gibt es - auch auf den Flächen des Ehrenbürg-Gymnasiums." Gleichzeitig betonte Göller: "Die Planungen gehen nicht zu Lasten der Schüler." Die Option, den ehemaligen Stadtwerke-Parkplatz zu nutzen, sei auch geprüft worden; doch der Raum dort sei nicht ausreichend, sagte Göller.

Wo auch immer der neue Parkplatz entsteht, Karl Waldmann lehnte eine zusätzliche Belastung der Ruhalmstraße ab. SPD-Kreisrat Wolfgang Fees riet ebenfalls, einen anderen Standort zu suchen: "Besser wäre es dann noch, eine zweite Parkebene bei den Stadtwerken zu bauen."