Mit dem Ausscheiden von Ewald Pfeufer aus dem Gemeinderat Pinzberg sieht Alfons Eger das "letzte Oppositionslämpchen verglühen". Diese Befürchtung äußerte Eger bei der Aufstellung seiner Liste "Die Chance" für die anstehenden Kommunalwahlen im Sportheim von Gosberg.

Er wolle keinen Gemeinderat mit 13:0-Abstimmungen und wo der Bürger zum Bettler degradiert werde. Eine starke Opposition hält Eger für wichtig und wünschenswert. Deshalb hofft er, mit der "Chance" ein oder zwei Sitze im Gosberger Gemeinderat erobern zu können.

Eger sieht sich mit einer Liste von acht Kandidaten aus sämtlichen Ortsteilen der Gemeinde für die Wahlen am 16. März gut gerüstet. Der Frauenanteil liegt bei 62,5 Prozent. "Die Chance ist wie ein Elfmeter", sagte Eger. Man könne sie reinmachen oder eben versieben.

Nach kurzer Einführung bestimmte Eger Josef Eisenbeiß zum Versammlungsleiter. Alle Kandidaten stellten sich anschließend kurz vor. Die geheime Abstimmung ergab keine Überraschungen. Die Liste wurde einstimmig angenommen.

Anschließend stand die Wahl des Bürgermeisterkandidaten an. Der 55 Jahre alte Eger warf seinen Hut in den Ring und stellte sich kurz vor. Er ist verheiratet, hat vier Kinder und verdient sein Geld als Übersetzer für Russisch.

Hochwasser und Senioren

In vier Veranstaltungen in den einzelnen Ortsteilen will er mit seinen Mitstreitern das Programm vorstellen.
Zu seinen Kernthemen zählen die Ostspange, der Hochwasserschutz oder auch die Dorfsanierung Gosberg.

Eger möchte aber auch Themen wie die Tagespflege, einen Senioren- oder Jugendtreff und die Vereinsförderung in seine Agenda aufnehmen.

Besonders liegt ihm zudem die Sanierung des Gemeindearchivs am Herzen, das sich seiner Ansicht nach in einem verwahrlosten Zustand befindet.