Mit dem Spatenstich ist der Kitaneubau in der Nürnberger Straße sichtbar geworden. Doch längst läuft nicht alles so rund, wie es sich der Bürgermeister wünscht. Seinen Unmut hat er bei der jüngsten Gemeinderatssitzung geäußert und die Räte schon einmal darauf eingestimmt, dass sie sich möglicherweise erneut mit dem Thema beschäftigen müssen. "Die Technikplanung des Architekturbüros ist nicht dabei, die Sachen zu erledigen", sagte Walz, der bereits handelt, um die Verantwortlichen bei der Vernunft zu packen und so Verzögerungen zu vermeiden.

"Massive Probleme mit Planung"

Die Gemeinde baut eine neue Kita, die dann in die Betriebsträgerschaft der Diakonie übergehen soll. Als Bauträger musste die Kommune die Architekturleistungen öffentlich ausschreiben und den günstigsten Anbieter nehmen. Nun beginnt der Ärger.

"Wir haben massive Probleme mit der Planung. Die Verantwortlichen sind nicht erreichbar", sagte Bürgermeister Martin Walz auf Anfrage.

Auch ein aktuelles Beispiel gibt es: So soll es in der Kita einen Aufzug geben und dort, wo dieser Aufzug sein wird, muss ein etwas tiefer liegendes Fundament gesetzt werden. Eigentlich keine große Sache für die Baufirma - wenn bekannt wäre, wohin der Aufzug kommt. Nur traf der Technikplaner bislang keine Aussage dazu.

Dem Bürgermeister wurde von dem Architekturbüro bereits gesagt, dass es das Projekt eigentlich wieder loshaben möchte, um sich größeren Projekten zu widmen. Für die Gemeinde jedoch ist der Kitaneubau ein großes Projekt.

"Es geht auch um viel Geld"

Noch liegt alles im Zeitrahmen. Doch wenn nicht bald Vernunft einkehre, werde das auf einen Rechtsstreit hinauslaufen, informierte Walz. Denn es gehe nicht nur darum, zeitig fertig zu werden, damit die Kinder ihre Betreuungsplätze erhalten, es gehe auch um viel Geld. "Wir könnten durch eine Verzögerung auch Förderungen verlieren", sagte Walz, der hier nichts riskieren möchte und präventiv arbeitet.

Wenn der Appell an die Vernunft nicht hilft, müsse die Gemeinde neu ausschreiben. Denn noch sei alles im Zeitrahmen, und diesen wolle die Gemeinde einhalten.