So wie er die ehemalige Tennishalle in vier "Soccercourts" verwandelt hat, ist Uli Pechtold nun dabei, die Freifläche mit der ehemaligen Minigolfanlage in eine 18-Loch-Adventure-Golfanlage zu verwandeln. "Adventure-Golf ist das Spiel auf kleinem Raum, das dem großen Golf am nächsten steht" erklärt Pechtold, der die Anlage zusammen mit Josef Zeitler betreiben wird.

Geplant hat die im Bau befindliche Anlage Bodo Korczynski, Geschäftsführer der Firma Tourgreen, die solche Anlagen in ganz Europa errichtet. Der Golf-Park an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße ist einem großen Golfplatz nachempfunden, allerdings im Maßstab 1:10. Gespielt wird auf Kunstrasen-Bahnen mit Bodenunebenheiten, Gelände-Verformungen und Hindernissen.

Auch mit Sound-Effekten

"Im ersten Teil der Anlage haben wir das Thema Sport in seiner ganzen Bandbreite aufgegriffen", erzählt Uli Pechtold, der auch Sound-Effekte einbauen lässt. So kann der Spieler bei der Etappe, die einer Kegelbahn gleicht, hören, wie die Pins umfallen, ehe der Ball eingelocht und über ein Fußballfeld gespielt wird. Erst wenn der Torjubel ertönt, ist diese Hürde geschafft. Ein paar Meter weiter hat der Designer die Bahn einer Eisstockbahn mit integrierten Curling-Steinen nachempfunden, durch die der Golfball mit dem Putter gespielt werden muss.
"Im Gegensatz zum Minigolf", so Josef Zeitler, "müssen die bis zu acht Spieler nicht warten, bis einer die Bahn geschafft hat. Hier absolviert jeder nur einen Schlag. Am Zug ist jeweils der, dessen Ball am weitesten vom Ziel entfernt ist."

Und wer keine Lust hat zu spielen, kann auf einem der beiden Aussichtsplateaus, die neu geschaffen und mit Sonnensegeln überdacht werden, den anderen zusehen und dabei ein Getränk genießen. Wer die erste Hälfte geschafft hat, holt sich das Floß, das über einen kleinen, künstlich angelegten See führt, um auf die andere Seite zu gelangen.

Franken als Motto im zweiten Teil

Im zweiten Teil hat die Erlebnislandschaft Franken als Motto. "Da muss man zwischen Bierfässern hindurchspielen und vieles mehr", gibt sich Bodo Korczynski geheimnisvoll. Er betont: "Ich kann versprechen, dass es diese Bahn mit den Flussläufen, bei der auch durch ein laufendes Wasserrad gespielt werden muss, kein zweites Mal auf der Welt geben wird - ein Alleinstellungsmerkmal für die Region." Die Arbeiten laufen auf Hochdruck. Denn im Juni soll die Anlage eröffnet werden.