Ursprünglich war vorgesehen, dass die Auswechslung des Kanals in der Kellergasse und Eichelmühlgasse schon viel früher hätte stattfinden sollen. Gleich nach Beendigung der massiven Maßnahmen an der Schütt (zwei Jahre Dauer) hatte die Stadt überlegt, über den Kreisverkehr herüberzuspringen und in der Kellergasse weiterzumachen. Das sagte Bürgermeister German Hacker (SPD) in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Erst mal durchgeatmet

Die Stadt ist davon allerdings abgerückt, man wollte die Bürger in der Innenstadt erst durchatmen lassen, angesichts der massiven und langen Baustelle an der Schütt. Zwischenzeitlich gab es außerdem auch andere, wesentliche Tiefbauarbeiten, wie zum Beispiel auf der Herzo Base.

Jetzt aber sei es an der Zeit, der Kanalbau sei wirklich notwendig, ergänzt Hacker. Der Ausschuss vergab jetzt den Auftrag für die planerischen Leistungen an das Büro GBI für 248 600 Euro. Enthalten ist darin auch ein Verkehrskonzept, wie die Anwesen zwischen Eiscafe Carlo und der Stadtjugendkapelle trotz Baustelle erreichbar bleiben können.

Die Maßnahme ist unter anderem nötig, weil der Kanal wenig Gefälle aufweist und teilweise unter privaten Grundstücken verlegt ist. Das erfordert gewissermaßen einen Neubau.

Abschnittsweise

Die Arbeiten erfolgen wieder in einzelnen, etwa zehn bis 20 Meter langen Abschnitten. Baubeginn soll im Jahr 2022 sein, ein Ende der Maßnahme ist 2023 vorgesehen. "2021 ist Planungsjahr", sagte Hacker. Jetzt ermittelt das Büro den Umfang des Vorhabens.