Gleich vier Tagesordnungspunkte in der Sitzung des Marktgemeinderats betrafen die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde der Schlosskirche Weingartsgreuth. Pfarrer Torsten Bader stand den Räten in der Sitzung für Fragen zur Verfügung.

Pfarrer Bader erläuterte die Situation des Friedhofs von Weingartsgreuth und dessen mögliche Erweiterung. Die Kirchengemeinde fasse Urnengräber oder Stelen ins Auge.

Bereits vor einigen Jahren sei ein zusätzlicher Bereich von der Gemeinde an die Kirche übertragen worden. Um eine zielgerichtete Planung und Erweiterung zu gewährleisten, werde jetzt ein annähernd gleichgroßes Areal benötigt. Das Gremium beschloss, 320 Quadratmeter südlich im Anschluss an den Friedhof für die Erweiterung unentgeltlich zu übertragen. Die für die Übertragung anfallenden Nebenkosten habe die Kirchengemeinde zu tragen.
Eine weitere Fläche bleibt im Eigentum der Gemeinde und soll für eine nochmalige spätere Erweiterung reserviert werden.

Die Renovierung der Innenraumschale der evangelischen Kirche von Weingartsgreuth war im Gemeinderat ein weiteres Thema. Das Gremium beschloss nach Abzug sonstiger Zuwendungen eine Beteiligung der Gemeinde in Höhe von 25 Prozent zu den verbleibenden Handwerker- und Materialkosten. Konkret ergibt das einen Zuschussbetrag von 6201 Euro, der im Haushaltsjahr 2015 ausbezahlt werden soll.

Ein weiterer Antrag galt der Bezuschussung der Orgelrenovierung (Reinigung) und eventuell Erweiterung des Instruments. Obwohl keine Verpflichtung zur Leistung von Zuschüssen an Kirchengemeinden besteht, entschied das Gremium, sich ebenfalls mit 25 Prozent an den Kosten zu beteiligen.

Nach den Worten Pfarrer Baders ist jedoch noch nicht geklärt, ob eine Orgelerweiterung durchgeführt wird. Das werde die Kirchenverwaltung entscheiden. Im Fall einer Orgelerweiterung wurde die maximale Beteiligung der Marktgemeinde mit 9735 Euro beziffert. Wie der Kämmerer betonte, könnte der Zuschuss erst im Haushaltsjahr 2015 ausbezahlt werden.

Jugendarbeit

Der Markt Lonnerstadt und die Kirchengemeinde Weingartsgreuth haben eine Stelle für professionelle Jugendarbeit geschaffen. Die Jugendarbeiterin habe noch Kapazitäten frei, teilt Pfarrer Bader dem Gemeinderat mit. Sie sei an die Kirchengemeinde Weingartsgreuth herangetreten, da die Kosten eventuell mit der politischen Gemeinde zu teilen wären. Holger Vogel (CSU) teilte mit, die Frauenunion Wachenroth würde sich gern an den Kosten beteiligen.

Auch die Ratsmitglieder waren vom Nutzen professioneller Jugendarbeit überzeugt. Gemeinsam wird ein Konzept erarbeitet. see